Friedrich Schneider

Gründungsmitglied

Friedrich Schneider, geboren 1949 in Konstanz, ist seit 1986 Professor für Volkswirtschaftslehre (Wirtschafts- und Finanzpolitik) am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Linz. Er war von 1996-2007 Vizerektor für Außenbeziehungen an der Johannes Kepler Universität. Er gilt als prominentester Experte auf dem Gebiet der Schattenwirtschaft / Schwarzarbeit / Untergrundwirtschaft (sowie Steuerhinterziehung, Geldwäsche und organisierte Kriminalität) und ist ein gefragter Referent und Ratgeber für die Politik. Das wachsende Problembewusstsein in Deutschland in Bezug auf die Schattenwirtschaft geht maßgeblich auf seine zahlreichen Veröffentlichungen, Vorträge und öffentlichen Auftritte zu diesem Thema zurück.

Schneider war Mitglied im Board des IIPF (International Institute of Public Finance (2005-2009), Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Avenir Suisse (2001-2004), European Editor von Public Choice (1991-2004), sowie federführender Herausgeber der Perspektiven der Wirtschaftspolitik - eine wissenschaftliche Zeitschrift des Vereins für Socialpolitik (2000-2004) und Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik (2005-2008), eine deutschsprachige wirtschaftswissenschaftliche Vereinigung. Ebenfalls ist er Vorsitzender des Academic Advisory Boards der Zeppelin Universität in Friedrichshafen (2013-2016). Vom 1.6. 2004 bis 1.7.2010 war er Präsident des Verbandes der österreichischen Wirtschaftsakademiker (VÖWA). Seit 1.10.2006 ist er Forschungsprofessor am DIW Berlin. Im Oktober 2015 erfolgte die Aufnahme als Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste.

Im Januar 2003 erhielt er den Ehrendoktor der Katholischen Universität Ricardo Palma in Lima, Peru; im Februar 2003 wurde er zudem Ehrendoktor der Universität Stuttgart. Im Oktober 2006 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Trujillo verliehen und im September 2012 die Ehrendoktorwürde der Universität von Makedonien. Im Mai 2012 wurde ihm das Silberne Ehrenzeichen um die Verdienste der Republik Österreich verliehen. Am 14. Dezember 2013 erhielt Schneider den Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis 2013 für Geisteswissenschaften von Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien. Im November 2015 erfolgte die Verleihung des Liberalni Institut 2015 Annual Award in Prag. Gastprofessuren führten ihn an die Universitäten Carnegie Mellon (1983), Stockholm (1984), Melbourne (1987), Saarbrücken (1994) und an die Otago Universität in Dunedin, Neuseeland (May 2013).

Zu seinen besonderen Forschungsinteressen zählen politische Ökonomie, Schattenwirtschaft, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, organisierte Kriminalität, Privatisierung, Deregulierung und umweltökonomische Fragestellungen. Bis zum Ende des Jahres 2015 veröffentlichte Schneider etwa 74 Fachbücher, 214 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften und 187 Beiträge in Sammelbänden.

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Kontakt

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider
Institut für Volkswirtschaftslehre
Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
A-4040 Linz-Auhof
Österreich

Tel.: +43 (0)732 2468 7340
friedrich.schneider@jku.at
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