Die moderne Wirtschaftswissenschaft mit ihrer liberalen Markt- und Wettbewerbsorientierung stecke in der Krise. Das behaupten viele Nicht-Ökonomen, Anti-Ökonomen, Alt-Ökonomen und auch manche gute Ökonomen. Tatsächlich aber geht es der modernen Wirtschaftswissenschaft besser denn je, und ihre Zukunftsaussichten sind absolut rosig. Die Schwarzmalerei basiert auf sechs Missverständnissen:[ 1 ]
Erstens stecken viele Staaten tief in Wirtschafts-, Finanz- und Verschuldungskrisen. Viele Beobachter können nicht zwischen der Krise der Wirtschaft und den Wirtschaftswissenschaften unterscheiden und machen mit den Ökonomen die Überbringer und Analysten der schlechten Botschaften für die Krise verantwortlich.
Zweitens wird die Wirtschaftswissenschaft an einem viel zu hohen Anspruchsniveau gemessen. Selbstverständlich kann sie nicht alles voraussagen und erklären, und natürlich haben Ökonomen schon schwerwiegende Fehler gemacht. Aber wo ist das nicht so? Tatsächlich jedoch liegen die Ökonomen zumeist richtig, etwa als sie schon bei der Gründung der Europäischen Währungsunion die dadurch entstehenden Probleme erkannten oder vor den Folgen der Staatsschuldenexplosion als Folge der wenig wirksamen Stabilisierungsmassnahmen während der Finanzkrise warnten.
Drittens beruhen die meisten Fehler von Ökonomen nicht auf der übertriebenen Anwendung ökonomischen Denkens, sondern gerade auf seiner Vernachlässigung. So haben viele Ökonomen zu lange und übermässig die anreiz- und erfolgsorientierte Belohnung von Managern gepredigt. Der Fehler lag jedoch nicht in der Überschätzung der Wirkung solcher Anreize, sondern vielmehr in ihrer Unterschätzung: Wenn Manager abhängig vom Gewinn bezahlt werden, dann arbeiten sie schon härter – nur leider auch an der Manipulation der Gewinnzahlen. Wenn Ökonomen etwas vorzuwerfen ist, dann dass sie ihren eigenen Ansatz zuweilen zu wenig konsequent zu Ende denken. Wirklich gute Ökonomen sind deshalb die Spezialisten für die perversen Wirkungen von Anreizen, genau so wie sie nicht Prediger des perfekten Funktionierens der Märkte sind, sondern die Spezialisten für Marktversagen und seine Heilung. Perverse Anreize sind deshalb gerade da verbreitet, wo vor allem Nicht-Ökonomen das Sagen haben, so etwa in der Politik mit all den völlig widersinnigen Anreizen durch die Landwirtschafts-, Verkehrs-, Gesundheits-, Steuer- oder Sozialpolitik.
Viertens stimmt es natürlich schon, dass manche Ökonomen oft und viel Unsinn erzählen. Das liegt aber gerade nicht an den Schwächen der modernen Ökonomik, sondern an Ihren Stärken. Diese haben sie so einflussreich gemacht, dass heute Regierungen, Behörden, Parteien, Interessengruppen und auch Manager ihre Politikvorschläge und Projekte stets mit ökonomischen Gutachten zu untermauern und rechtfertigen versuchen. Die als Gutachter eingesetzten Auftragsökonomen handeln zumeist nicht anders als Anwälte oder Pistolenmänner. Sie versuchen, die Interessen ihrer Auftragsgeber mit ihren wirksamsten Argumenten zu vertreten. Aber für unsinnige Projekte sind halt oft auch die besten Argumente nur unsinnig.
Fünftens ist ein Grossteil der Kritik an der modernen Ökonomik irrelevant, weil sie eine Grundregel guter sozialwissenschaftlicher Analyse verletzt: Sie ist nicht vergleichend. sondern folgt dem Nirwanaansatz. Sie misst die moderne Ökonomik an einer fehlerfreien Idealwissenschaft, die es nicht geben kann, statt sie mit anderen real existierenden oder wenigstens realistischerweise vorstellbaren Wissenschaften und Denkansätzen zu vergleichen. Aus vergleichender Perspektive schneidet die moderne Ökonomik aber hervorragend ab. Oder behauptet jemand, die Politikwissenschaft, die Sozialpsychologie oder die Rechtswissenschaft könnten mehr über die Ursachen der Wirtschaftskrise sagen und mehr zu ihrer Lösung beitragen als die moderne Ökonomik?
Sechstens gibt es manche Ökonomik-Kritiker, die immer schon gesagt haben, freie Märkte und die Marktwirtschaft seien inhärent instabil. Jetzt argumentieren sie, die aktuelle Krise belege, dass sie immer schon Recht hatten und die moderne Ökonomik erledigt sei. Doch dabei begehen sie gleich zwei fundamentale Denkfehler: Die heutige Realität und damit unsere Probleme sind nicht durch den freien Markt, sondern durch das enge Zusammenwirken von Staat und Wirtschaft geprägt. Der Staatsanteil am Bruttoinlandprodukt beträgt je nach Land und Messansatz 40 bis 50 und mehr Prozent, und auch auf den Rest hat der Staat grossen Einfluss. Wer da so wie viele Ökonomik-Kritiker den Markt und das Kapital für alle Probleme verantwortlich macht und mehr Regulierungen fordert, ohne das heutige Staatsversagen zu thematisieren, liegt grundsätzlich falsch. Zudem verletzen diese Kritiker eine entscheidende Grundregel guter Wissenschaft: Die heutige Krise zeigt nicht im Geringsten, dass ihre Theorie richtig war. Eine gute Theorie ist nicht eine, die voraussagt, dass es Krisen gibt. Denn das ist eine Trivialität, die niemand bestreitet. Zudem gibt es hunderte unterschiedlicher Krisentheorien und -weissagungen. Eine gute Theorie ist eine vergleichende Theorie, die wenigstens der Tendenz nach und besser als andere erklärt, wann und wo es Krisen gibt, und wann und wo die Krisen häufiger oder seltener, stärker oder schwächer, länger oder kürzer, folgenreicher oder folgenärmer, etc., sind.
Tatsächlich aber ist für eine solche, feinere und vergleichende Krisenanalyse die moderne Wirtschaftswissenschaft jeder heute bekannten Alternative weit überlegen. Angesichts der heutigen wirtschaftlichen und politischen Krisen und des riesigen Bedarfs nach vernünftiger Problemanalyse und wirksamen Lösungsvorschlägen bleibt deshalb nur ein Schluss: Die Aussichten für die moderne Ökonomik sind absolut rosig.
- 1 Dieser Beitrag erschien am 27.12. 2011 auch in der Basler Zeitung.
©KOF ETH Zürich, 10. Jan. 2012

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geschrieben von Lada am 10. Jan. 2012, 19:30Im besten Falle kann ich dem Autor nur Naivität unterstellen, ich befürchte aber, dass er sich wirklich in der im Beitrag zelebrierten Arroganz und Dreistigkeit ergeht, die den Ökonomen anscheinend nicht zu unrecht vorgeworfen wird. "Missverständnisse" sind es also, denen "Anti-Ökonomen" und Nichtökonomen aufgesessen sind...
1. Recht hat er, wenn er schreibt, dass zu Unterscheiden ist, zwischen der Krise der Wirtschaft und der Krise der Wirtschaftswissenschaften. Allerdings ist der Ökonom damit noch nicht aus der Verantwortung entlassen, wie es der Autor vlt gerne hätte. Denn gerade von ihnen (den Ökonomen) erwartet man ja, produktive Beiträge zur Lösung dieser Krise zu erstellen. Ein Ökonom, der schlechte Nachrichten überbringt und es dann dabei belässt, kann wohl kaum dem Anspruch der Ökonomenzunft genügen. Zudem sind die Ökonomen nicht erst seit der Krise als Politberater tätig, weshalb sie auch eine Antwort auf die Frage finden müssen, wie es zu dieser Krise kommen konnte, trotz (oder vlt auch gerade wegen) ihrer ökonomischen Ratschläge vor der Krise.
2. Sicherlich ein streitbarer Punkt, wobei ich mich frage, ob sich die Wiwi wirklich an dem niedrigen Anspruch orientieren sollte, den sie hier befürworten (und den ich im Folgenden noch andeute).
3. Hier ist nur folgendes anzumerken: Sie geben zu, dass Ökonomen in der Vergangenheit falsch beraten haben, z.B. weil sie die erfolgsorientierte Entlohnung gepredigt haben und damit falschen Anreizstrukturen das Wort geredet haben. In Punkt 1 widerrum sehen Sie den Ökonomen nur in der Rolle des Nachrichtenüberbringers, aber nicht in der Rolle des Handelnden - passt das denn widerspruchsfrei zusammen?
4. Das ist in der Tat ein erbärmlicher (!) Versuch, die Ökonomen aus der Verantwortung zu entlassen. Im Klartext lautet dieser Punkt: Ökonomen haben nicht die Eier, ökonomisch Schwachsinniges als selbiges zu entlarven. Alternativ kann man diese Aussage auch wie folgt interpretieren: (Einige) Ökonomen sind für ein bisschen Extra-Geld nur allzu gerne bereit, sich für jedweden Blödsinn einspannen zu lassen. Das ist doch mitnichten eine Entschuldigung für Ökonomen.
5. Hier wird es kurzzeitig interessant: Ökonomie wird an einer nicht vorhandenen Idealwissenschaft gemessen. Allerdings misst auch die Ökonomie ihren Gegenstand (nämlich Wirtschaft und Gesellschaft) an einen Idealzustand (den freien Markt), der so nicht existiert. Ob der Autor bereit ist, diese Sichtweise aufzugeben, wenn "Anti-Ökonomen" beginnen, eine realistischere Sicht auf die Wirtschaftswissenschaft einzunehmen?
Anschließend wird es nur noch lächerlich, wenn der Autor rhetorisch fragt, ob die Wiwis nicht am meisten zur Finanzkrise zu sagen hätten. Selbstverständlich Herr Eischenberger, allerdings sollte das doch nicht verwundern. Genauso wenig wie es verwundern sollte, wenn Psychologen am meisten über menschliches Verhalten sagen können - es ist der Gegenstand ihres Fachs. Was sie hier also positiv bewerten ist der Fakt, dass die Wiwi ihren Gegenstand noch nicht komplett aus den Augen verloren hat. Das also ist ihre Messlatte für den Erfolg für die Wiwi?
Anschließend 6. Nun ist es also wieder der Staat, der falsch gehandelt hat, wo doch der Ökonom weiter oben noch als "Spezialist für Marktversagen" herhalten musste. Herr Eischberger: Wenn Sie nicht mal bereit sind, diese Finanzkrise als Martkversagen werten, dann geben Sie doch bitte die Bedingungen an unter denen Sie bereit wären, von Martkversagen zu sprechen. Was müsste passieren, damit Sie Martkversagen als Tatsache anerkennen? Sie sprechen von guten Theorien, aber erkennen nicht, dass Sie selbst gar keine haben, weil ihr Gerede vom idealen Markt (an dem sich die Realität immer wieder bei Ihnen messen muss) nichts weiter als ein gedankliches Hilfskonstrukt aber mit Sicherheit keine falsifizierbare Theorie oder Aussage ist.
Was bleibt ist ein Beitrag, über den man nur den Kopf schütteln kann. Das Sie glauben mit diesen billigen Argumenten auch nur irgendwen überzeugen zu können zeugt nicht nur von (ihrer) ökonomischer Arroganz, sondern von Respektlosigkeit gegenüber den vielen berechtigten Kritiken an den Ökonomen und lässt mich mit der Frage zurück, wie man es schafft, solche Beiträge zu publizieren ... (Demnächst sollte die Ökonomenstimme wohl lieber auf Studenten zurückgreifen)
Leider wahr
geschrieben von mata_web am 13. Jan. 2012, 16:24"4. Das ist in der Tat ein erbärmlicher (!) Versuch, die Ökonomen aus der Verantwortung zu entlassen. Im Klartext lautet dieser Punkt: Ökonomen haben nicht die Eier, ökonomisch Schwachsinniges als selbiges zu entlarven. Alternativ kann man diese Aussage auch wie folgt interpretieren: (Einige) Ökonomen sind für ein bisschen Extra-Geld nur allzu gerne bereit, sich für jedweden Blödsinn einspannen zu lassen. Das ist doch mitnichten eine Entschuldigung für Ökonomen."
Das ist leider richtig, wobei man hinzufügen muss, dass gute Wissenschaftler sich nur in Ausnahmefällen für schlechte Argumente vor den Karren spannen lassen, dazu haben sie zu viel Selbstachtung. Leider ist es aber auch so, dass auch schlechte Wissenschaftler in Deutschland von Medien und Politiker hofiert werden, obwohl sie nicht viel beizutragen haben und die Bezeichnung "Wissenschaftler" nie durch entsprechende wissenschaftliche Leistungen rechtfertigen konnten. Zumindest das ist in den USA besser, da spielen in Debatte und Beratung fast nur die Ökonomen eine Rolle, die auch wissenschaftliches Know-How besitzen.
Wohltuuend klar formuliert
geschrieben von Libero am 19. Jan. 2012, 21:49Überzeugend argumentiert!
Wissen Sie was, wir schreiten jetzt von den Worten zu den Taten. Wir sind jetzt einfach mal ganz mutig und werden einen beherzten Schritt in die Zukunft gehen.
Wir nehmen den Staat raus, ganz raus. Den gibt es nicht mehr und wir brauchen ihn auch gar nicht. Nicht für den Markt. Es ist schließlich ein sich selbstregulierender Markt.
So wie ihr Körper ein weitgehend sich selbst regulierender Organismus ist. Das funktioniert richtig gut. Wenn Sie nicht durch Fehlverhalten, manchmal auch durch Veranlagung, die Selbstregulation vor schwere Probleme stellen. Das kommt vor, aber wir gehen einfach mal davon das, das das nicht der Fall ist.
Wo waren wir doch gleich? Ach ja, bei dem sich selbst regulierenden Markt. Selbstverständlich in staatsfreier Umgebung.
Jetzt möchte ich gerne von Ihnen wissen, wie Sie sich das so vorstellen. Orientieren Sie sich bitte an dem System, das weitgehend störungsfrei sich selbst reguliert, also dem menschlichen Körper. Wir wollen uns doch an erfolgreichen Vorbilder orientieren, die funktionieren. Vielleicht können wir ja was von diesen Systemen lernen.
Erklären Sie mir bitte, wer die Regler dieses sich selbstregulierenden Marktes sind, wer von ihnen prozyklisch und wer von ihnen antizyklisch handelt
naja, eben das ganze Drumherum.
Sie haben meine volle Aufmerksamkeit
Ich bin übrigens davon überzeugt, dass ein sich selbst regulierender staatsferner Markt funktionieren kann.
Wir werden sehen, ob Sie mich überzeugen
Ach, ehe ich es vergess, ich hätte da noch eine klitzekleine Frage. Wie sieht eigentlich das Immunsystem des sich selbstregulierenden Marktes aus? Wir wollen doch Arztkosten oder gar geschockte Angehörige am Grab vermeiden.
Leben soll, Leben!
Deutungshoheit
geschrieben von Bernard am 15. Feb. 2012, 09:00Wer versagt hat, verliert die Deutungshoheit und sollte ersetzt werden. Das gilt für CEOs, und es gilt für Ökonomen. Ich habe 5 Jahre VWL studiert, auch bei Herrn Eichenberger, habe s.c.l. abgeschlossen, und nicht ein einziges wirklich nützliches neoklassisches Konzept kennen gelernt. Die ökonomische Lehre ist ein inzestuöser, selbstreferentieller Betrieb.
AW:Deutungshoheit
geschrieben von tentman am 19. Feb. 2012, 16:27@ Bernard
Ihr Sichtweise erscheint mir sehr radikal. Sie schreiben, „Wer versagt hat, verliert die Deutungshoheit und sollte ersetzt werden. Das gilt für CEOs, und es gilt für Ökonomen.“
Also in der Wissenschaft gilt das nach meiner Kenntnis nicht und ich bezweifle auch, dass dies wuenschenswert ist. Denn dann haetten Wissenschaftler vermutlich staendig Angst, dass man ihnen Versagen vorwirft und es muesste entscheiden werden ob ein Wissenschaftler „versagt“ hat. Die Unabhaengigkeit waere dahin und die Anreize fuer Innovationen ebenfalls.
Ich glaube das bestehende System ist vorzueglich. Es bietet 1a Lernmaterial fuer sich in der Ausbildung befindenden jungen Nachwuchsoekonomen und die interessierte Oeffentlichkeit. Nie war es so leicht erkennbar, wer geistig flexibel ist und wer dogmatisch.
Es wird spannend werden, in den naechsten Jahren zu beobachten in welchen Fakultaeten wirklich eine konstruktive Weiterentwicklung bestehender Ansaetze und Ideen erfolgen wird und wer weiterhin versucht den status quo zu bewahren.
Dass dabei Personen den Wandel in der Realitaet nicht zur Kenntnis nehmen wollen und dies auch offenbaren, ist fuer alle jungen Nachwuchsoekonomen hilfreich. Sie erkennen somit schneller, wer zu meiden ist.
Ueber kurz oder lang wird der Markt das schon regeln, den zu viel Rigiditaet in der oeffentlich finanzierten akademischen VWL bei sich staendig steigenden Spannungen in der Realitaet wird auf Dauer nicht funktionieren. Anpassungsprozesse sind noetig, wozu das neoklassische Marktmodell als Hilfsinstrument durchaus hilfreich ist, wenn man seine Grenzen beachtet.
Fuer den einzelnen verbeamteten Wissenschaftler wird dieser Anpassungsprozess aber (in absehbarer Zeit) nicht ueber den Verlust von Einkommen oder gar des Arbeitsplatzes erfolgen, sondern eher ueber den Verlust von Reputation und oeffentlicher Anerkennung. (Was dann zumindest kurzfristig gegen das Preis-Mengen-Modell spricht)
Das manche Volkswirte diesem drohenden Vertrauensverlust zu entkommen versuchen wurde in juengster Vergangenheit schon sichtbar.
Jetzt koennen die Volkswirte in den Tempeln der Wissenschaft wirklich einmal zeigen wie innovationsfaehig sie sind. Die Nachfrage nach neuen Ideen und Konzepten ist da, es fehlt also nur noch das Angebot.
Ob die sich in Zukunft durchsetzenden Ideen allerdings in den oftmals nur mit Oekonomen einer geistigen Stroehmung bestueckten Instituten gedeihen wird ist offen.
Wichtiger als der Lehrbetrieb erscheint mir die Frage wo noch ein Klima existiert (bzw. geschaffen wird) in welchem Personen frei zusammen nachdenken koennen. Und zwar nicht nur im Kontext eines oekonomischen Paradigmas.
Orientierungslosigkeit
geschrieben von HubertKloetzer am 19. Feb. 2012, 12:29Als ehemaliger Absolvent der Uni Mannheim (BWL mit Vordiplom VWL) im Ruhestand versuche ich seit einiger Zeit, Orientierung in der Diskussion zu finden, was die VWL in der Zukunft besser machen soll und vor allen Dingen wer dafür welche Ansätze bieten kann. Ich bin bis zur Stunde noch auf wenig Literatur gestoßen, die mir hier einen Überblick geben könnte. Nach meinem Eindruck, sind hier wieder einmal die US-Ökonomen am weitesten. Im übrigen muss ich den bisherigen Kommentatoren voll recht geben. Ich habe an meinem ökonomischen und gesunden Menschenverstand gezweifelt über die Behauptung, dass die Wirtschaftswissenschaft am besten aufgestellt ist, über die aktuellen Probleme zu befinden.