Hans Wolfgang Brachinger
Hans Wolfgang Brachinger (4.10.1951-30.10.2011) hat
an den Universitäten München, Berkeley und Regensburg Mathematik und
Volkswirtschaftslehre studiert. 1982 promovierte er an der Wirtschaftswissenschaftlichen
Fakultät der Universität Tübingen zum Dr. rer. pol. Ebenda habilitierte er sich
1989. Anschliessend lehrte er an den Universitäten Eichstätt und Konstanz. Seit
1991 war Brachinger Inhaber des Lehrstuhls für Statistik an der Wirtschafts-
und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg i. Ue. In der Zeit lehnte er mehrere Rufe an deutsche Universitäten ab. Seine Forschungsinteressen lagen vor allem auf dem
Gebiet der Indexmethoden, insbesondere Preisindizes.
Ab 2008 war er Direktor des von ihm gegründeten
Center for Research in Economic Statistics (CEStat.ch). Ab 2004 war er
Präsident der Eidgenössischen Kommission für die Bundesstatistik (BStatK). Ab
2008 leitete er die Expertengruppe «Wirtschaftsstatistik» des Bundesamtes für
Statistik und ab 2001 war er Vorsitzender der Jury des Gerhard-Fürst-Preises.
Er war CESifo Research Network Affiliate. Brachinger war federführend bei der
Revision 2000 des Schweizerischen Landesindex der Konsumentenpreise. Er entwickelte
2004 den Index der wahrgenommenen Inflation (IWI) und gilt als Vater der «gefühlten»
Inflation. Brachinger war Kolumnist des «Handelsblattes» und Herausgeber der
Zeitschrift «AStA Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Archiv». Er
publizierte regelmässig in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).
Wolfgang Brachinger ist Ende Oktober 2011 unerwartet verstorben. Wir behalten ihn in bester Erinnerung.
Zurück zur Übersicht