Der „Oil spill“ im Golf von Mexiko hielt Politik und Öffentlichkeit in den letzen Monaten in Atem. Die Autoren dieses Beitrags schätzen die gesamten sozialen Kosten der Havarie auf ca. 25 Mrd. Euro. Wo fallen diese aber überhaupt an? Wie lassen sie sich abschätzen? Und warum liegen sie deutlich unter dem Kursverlust von BP in der Höhe von 54 Mrd. Euro? [ mehr ]
Artikel – 2010
Seite 1 | weiter || sortieren: Datum | Besuche | BewertungKofinanzierung im Rahmen der EU-Regionalpolitik
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Die Kofinanzierungssätze bei der EU-Regionalförderung variieren zum Teil beträchtlich zwischen einzelnen Regionen. Während in manchen wirtschaftlich schwachen Regionen die Kofinanzierungsanteile 85% betragen, werden anderswo teilweise weniger als 20% der Kosten von der EU übernommen. Der vorliegende Beitrag untersucht, wie diese unterschiedlichen Kofinanzierungssätze entstehen und ob dies mit den Schlüsselzielen der EU-Regionalförderung in Einklang steht. [ mehr ]
Zum Neueren Methodenstreit – Ein Rückblick
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Vor gut einem Jahr: Die deutsche VWL ist in Aufruhr. Alte Ordinarien und Jungspunt-Ökonomen liefern sich – vornehmlich über die Presse und später auch auf zahlreichen Podiumsdiskussionen – verbale Gefechte, die die sonst eher etwas behäbige deutsche Nationalökonomie wohl schon lange nicht mehr erlebt hat. Thomas Fricke von der Financial Times Deutschland bezeichnete das Ganze gar als „Junglecamp“. Etwas seriöser wird diese Diskussion seither oft unter dem Label „Neuerer Methodenstreit“ zusammengefasst. [ mehr ]
Statistik zwischen Klamauk und Analphabetismus
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Die meisten Debatten im Zusammenhang mit Thilo Sarrazins Buch über Zuwanderung und Integration in Deutschland sind von statistischem Analphabetismus geprägt. Wissensmängel aufseiten des Autors, vor allem aber auch bei Journalisten verhindern den angemessenen Umgang mit empirischen Befunden. [ mehr ]
Zehn Regeln zur Rettung des Euro
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Schlagworte:Preussen während der Industriellen Revolution – rascher Aufholprozess dank Bildung
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Spielte Bildung zur Zeit der Industriellen Revolution – wie in englischen Studien berichtet – noch keine Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung? Dieser Beitrag argumentiert am Beispiel Preussens, dass Schulbildung sowohl in der ersten als auch in der zweiten Phase der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts die Übernahme technischer Neuerungen entscheidend beeinflusste. [ mehr ]
Warum reguliert man eine Bank? Eine ökonomische Analyse
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Schlagworte:Deutschland, Leistungsbilanz und Wettbewerbsfähigkeit
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Sollte Deutschland seine Ausgaben für Exporte aus der Eurozone erhöhen, um die Ungleichgewichte der Region zu mindern? Europa umfasst nicht die ganze Welt, und es ist ungerechtfertigt, Deutschland vorzuschreiben, seinen Leistungsbilanzüberschuss zu reduzieren, argumentiert Charles Wyplosz. Mit seiner alternden Bevölkerung wäre Deutschland gut beraten, für ein paar Jahrzehnte zu sparen – und der Rest Europas sollte das Gleiche tun. [ mehr ]
Ursache der weltweiten Handelsungleichgewichte: Ersparnisschwemme oder Preisblasen?
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Globale Ungleichgewichte werden von vielen als Ursache für die weltweite Finanzkrise gesehen – aber was hat diese Ungleichgewichte verursacht? In diesem Beitrag wird argumentiert, dass die populäre Hypothese der Ersparnisschwemme („saving glut hypothesis“) nicht mit der Datenlage übereinstimmt. Eine verhaltensökonomische („behavioral“) Erklärung, die auf Preisblasen basiert, widerspiegelt die Fakten dagegen wesentlich besser. [ mehr ]
Bessere Bildung = weniger Terrorismus?
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Spätestens seit dem 11. September 2001 sind Terrorismus – und Terrorismusbekämpfung – allgegenwärtig. Der jüngste Anschlag in Stockholm oder die Terrorwarnungen für Deutschland untermauern dies. So wichtig dabei Antiterrormaßnahmen bei akuter Bedrohung sind, so sehr braucht es gleichzeitig Ursachenforschung: Weshalb verschreibt sich ein Mensch dem Terrorismus mit seinen dramatischen Folgen (auch für den Terroristen selbst)? Gelingt es, die Ursachen des Terrorismus – wie möglicherweise geringe Bildung – zu identifizieren und zu eliminieren, steigen die Chancen auf eine friedlichere Zukunft. [ mehr ]
Die Zinspolitik der EZB und die „Null-Prozent-Untergrenze“
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Während der Finanzkrise hat die Geldpolitik Neuland betreten. Dieser Beitrag untersucht, wie sich die Zinspolitik der EZB während der Krise verändert hat. Die Autoren zeigen, dass die Angst vor einer globalen Rezession die Zentralbanken zu aggressiveren Zinsschritten veranlasst hat, um die Notwendigkeit negativer Zinssätze zu verhindern. [ mehr ]
Politikberatung und Verhaltensökonomie: Fallstudie zu einem schwierigen Verhältnis
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Bisher ignoriert die Politikberatung die Verhaltensökonomie weitgehend – trotz des Booms in Wissenschaftskreisen. Findet sie trotzdem einmal Beachtung, dann nur, um nachzuweisen, dass man aus Experimenten angeblich nichts über die Realität lernt. Der Autor plädiert dafür, das ganze ökonomische Instrumentarium bei der Politikberatung einzusetzen und die Frage nach der Nützlichkeit nicht nur an Experimente zu richten, sondern auch an die normativen Modelle, die die Politikberatung bisher beherrschen. [ mehr ]
Unsicherheit: Ein blinder Fleck der Ökonomie
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Die Finanzakrobaten dieser Welt mit Kasinospielern zu vergleichen, ist nicht nur falsch, sondern geradezu anrüchig – aus Sicht der Kasinos. Im Gegensatz zu Spielern an einem Roulettetisch unterliegen sie nicht objektivierbaren statistischen Gesetzen, sondern (radikalen) Unsicherheiten. Diesen wurde bis jetzt in der ökonomischen Zunft zu wenig Achtung geschenkt, wie der Autor schreibt. [ mehr ]
Wege aus der Staatsverschuldung
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Eine einschneidende Fiskalkonsolidierung, die sich vor allem auf die Ausgabenseite stützt, ist für den Schuldenabbau besser geeignet als Steuererhöhungen und zaghafte Anpassungen. Ausserdem sollten Regierungen einen eventuellen Wirtschaftsaufschwung für die Haushaltskonsoliderung nutzen. Hier ergibt sich eine positive Rückkopplung mit der Art der fiskalischen Anpassung, denn Kürzungen der Staatsausgaben haben sich in der Vergangenheit als wachstumsfördernd erwiesen. [ mehr ]
Makroökonomische Faktoren und mikroökonomische Risiken von Banken
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Wie beeinflussen makroökonomische Schocks das Risiko von Banken? Für das Bankensystem insgesamt fällt das Risiko von Banken nach expansiven geldpolitischen Schocks. Allerdings gibt es auch eine enorme Heterogenenität zwischen Banken – für etwa ein Drittel der Bank steigt das Risiko. Wenig liquide und schlecht kapitalisierte Banken reagieren mehr als andere Banken auf makroökonomische Schocks. Kleine und rein national agierende Banken sind diesen ebenfalls in hohem Masse ausgesetzt. Entwicklungen im Bankensektor haben zudem einen wichtigen Einfluss auf die Makroökonomie. In der mittleren Frist erklären sie über 25% der makroökonomischen Schwankungen. [ mehr ]
Europa hat ein Wachstumsproblem: nicht (nur) ein Budgetproblem
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Europa wird von den Finanzmärkten vor sich hergetrieben. Die hohen Budgetdefizite in Griechenland, Portugal und Spanien haben die Zinssätze für Staatsanleihen erhöht und zu Spekulationen gegen den Euro geführt. Europa hat mit dem 750 Mrd. €-Paket darauf reagiert. Doch Europas Schuldenproblem ist teilweise nur die Folge eines tieferen, größeren Problems: der geringen Dynamik Europas. [ mehr ]
Wirtschaftskrise und Schattenwirtschaft: Erneute Zunahme in Deutschland
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Seit dem Jahr 2009 hat die Weltfinanzkrise auch die „Realwirtschaft“ in Deutschland erfasst, man rechnet 2010 zwar nicht mehr mit einem Rückgang des „offiziellen“ Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,0%, sondern mit einem „bescheidenen“ Wachstum von 1,6%. Auch vor diesem Hintergrund werden das Ausmaß und die zeitliche Entwicklung der Schattenwirtschaft in Deutschland wieder intensiv diskutiert, da viele versuchen werden, die Einkommensverluste in der offiziellen Wirtschaft durch mehr Schwarzarbeit zu kompensieren. [ mehr ]
Hartz IV und der Mindestlohn
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Das Bundesverfassungsgericht hat die Berechnung der Regelsätze beim Arbeitslosengeld II für verfassungswidrig erklärt. Dieses Urteil hat die Diskussion über das Einkommen derer, die im Niedriglohnsektor arbeiten, neu entfacht. Immer lauter wird der Ruf nach einem gesetzlichen Mindestlohn. Hartz IV stellt aber nicht nur die Grundsicherung für Erwerbslose sicher, sondern stockt auch das Einkommen von Geringverdienern auf. Entsprechend werden die positiven Auswirkungen eines Mindestlohns für die Geringverdiener systematisch übertrieben. [ mehr ]
„War for Talents“: Fluch oder Segen für Entwicklungsländer?
5416 mal gelesen | 1 Kommentar
Im Wettbewerb der Industrieländer um Talente wird die Ausbildung ausländischer Studierender auch aus Entwicklungsländern zunehmend als Strategie zur Gewinnung hoch qualifizierter Arbeitskräfte verstanden. Je weniger Studierende nach Studienabschluss in einem Industrieland jedoch in ihre Heimat zurückkehren, desto mehr sind die Entwicklungsländer von einem „Brain Drain“ betroffen. Allerdings steigen auch die Anreize der Gastländer, in Bildungsqualität zu investieren, so dass bei genügend hoher Rückkehrmigration gar ein Brain Gain für die Entwicklungsländer resultieren kann. [ mehr ]
Großbritanniens Budgetdefizit: Warum ist es höher als in anderen Ländern?
5330 mal gelesen | 1 Kommentar
Das Defizit des britischen Staatshaushaltes ist deutlich höher als in anderen EU-Staaten. Verglichen mit der EU-15 wird Grossbritannien für 2009 die höchste Defizitquote aufweisen – sogar mehr als Griechenland und Irland. Das britische Defizit liegt über 12% des BIP. Frankreich hat hingegen eine projizierte Defizitquote von leicht über 8%, Italien von rund 5% und Deutschland knapp über 3%. Warum ist die Budgetposition Großbritanniens so viel schlechter ist als die anderer EU-Mitgliedstaaten und welche Aussichten für einen Abbau des Defizits bestehen? [ mehr ]
Automatische Stabilisatoren: Ein Vergleich Europa-USA
5269 mal gelesen
Automatische Stabilisatoren sind wichtige Konjunkturstützen in Wirtschaftskrisen. Ihre Wirkung hängt aber wesentlich von der Art des eingetretenen Schocks ab. Dieser Beitrag zeigt, dass sowohl zwischen den USA und Europa wie auch innerhalb der EU grosse Unterschiede bestehen, wie stark automatische Stabilisatoren von Einkommens- oder Beschäftigungsschocks betroffene private Haushalte entlasten. [ mehr ]
Fairer internationaler Steuerwettbewerb ist eine Fiktion
5256 mal gelesen | 2 Kommentare
Auf der internationalen Ebene fehlt ein Rahmen für fairen fiskalischen Wettbewerb. Entsprechend funktioniert der Steuerwettbewerb nicht, er entfaltet eine Reihe schädlicher Nebenwirkungen, schreibt der Autor in seinem Beitrag – im Gegensatz zu Gebhard Kirchgässner, der sich kürzlich auf Ökonomenstimme positiv zum Steuerwettbewerb geäussert hat. [ mehr ]
Warum selbst geringe Mindestlöhne schädlich sein können
5195 mal gelesen | 3 Kommentare
Mindestlöhne müssen bindend sein, um überhaupt zu wirken, darin sind sich Befürworter und Kritiker einig. Die Empirie zeigt nun aber, dass Mindestlohnerhöhungen lohnerhöhende Wirkungen auf höherbezahlte Arbeitsverhältnisse haben können, für die der Mindestlohn gar nicht bindend ist. Selbst von relativ niedrigen Mindestlöhnen können negative Beschäftigungseffekte ausgehen, die sich auch in über dem Mindestlohn bezahlte Lohngruppen ausweiten können. [ mehr ]
Korruption 2010: Zunahme in Deutschland und Österreich
5150 mal gelesen
Studien zeigen: Korruption ist stark durch das institutionelle und internationale Umfeld (z.B. die Finanz- und Weltwirtschaftskrise) beeinflusst. Sie zeigen auch, dass Demokratien durchschnittlich weniger korrupt sind als Diktaturen, Regierungen mit längerer Amtszeit tendenziell korrupter werden und die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze die Korruption beschränkt. Wie „korrupt“ sind nun Deutschland und Österreich im Jahr 2010? [ mehr ]
Modellunsicherheit und Finanzmärkte
5085 mal gelesen | 4 Kommentare
In dem jüngst veröffentlichen Artikel „Unsicherheit: Ein blinder Fleck der Ökonomie“ wird kritisiert, dass die Wirtschaftstheorie annimmt, dass man es auf den Aktienmärkten mit objektiven Wahrscheinlichkeiten wie beim Roulette zu tun hat, während in der Wirklichkeit eher „Unsicherheit“ vorliegt. Das ist richtig. Allerdings stimmt der Vorwurf, dass die Wirtschaftstheorie darauf keine Antwort hat, nicht. Dieser Artikel zeigt die Lösungen der Ökonomie auf das Problem der (Modell-)Unsicherheit. [ mehr ]
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit, gesellschaftlicher Fairneß und Glück?
5059 mal gelesen | 1 Kommentar
Dieser Artikel untersucht, ob Individuen, die ihre Gesellschaft eher für fair und sozial durchlässig halten, glücklicher sind und Einkommensungleichheit eher akzeptieren als solche, die diese Wahrnehmung nicht teilen. Sind folglich auch Individuen, die ihre Gesellschaft für weniger fair halten, eher geneigt, ein größeres Ausmaß an Umverteilung von Einkommen zu fordern? Und schließlich gehen die Autoren der Frage nach, welchen Effekt das Zusammenspiel von tatsächlicher sozialer Mobilität und Fairnesswahrnehmung für den Einfluss der Einkommensungleichheit auf die individuelle Wohlfahrt hat. [ mehr ]
Wettbewerbs(un)fähigkeit innerhalb der Eurozone: Ein ungelöstes Problem
5006 mal gelesen | 3 Kommentare
Die aktuelle Krise und die griechische Tragödie zeigen die Bedeutung flexibler Arbeitsmärkte in einer Währungsunion. Nur wettbewerbsfähige Länder werden in der Lage sein, die vor und während der Krise angehäuften Schulden zu begleichen. Deshalb müssen Arbeitsmarktreformen für flexiblere Arbeitsmärkte in Europa auf die politische Agenda. Der Anpassungsprozess wird kurzfristig schmerzhaft sein, aber er ist notwendig für einen nachhaltigen Aufschwung und weniger Arbeitslosigkeit. [ mehr ]
Banken-Trennung vermeidet Bankenkrisen, Bankensteuern und Überregulierung des Finanzmarkts
4992 mal gelesen | 3 Kommentare
In letzter Zeit spitzt sich die Diskussion über notwendige Maßnahmen zur Vermeidung von zukünftigen Bankenkrisen zu: Auf der einen Seite wird von den Anglo-Amerikanern die Wiedereinführung ihrer bewährten Trennung zwischen Geschäfts-(Depositen-)banken und den Investmentbanken gefordert, auf der anderen Seite bestehen die kontinentaleuropäischen Länder der EU auf Erhaltung ihrer riskanten Universalbanken. Dieser Beitrag ist eine Replik auf den Text Trennbanken und Universalbanken in der Krise: Eine Bemerkung zu Obamas Vorschlägen von Hans-Werner Sinn. [ mehr ]
Krisenverträge – Eckpfeiler einer neuen Finanzarchitektur
4979 mal gelesen | 1 Kommentar
Es liegt ein umfangreiches Menü an Vorschlägen auf dem Tisch, wie Banken und banknahe Finanzinstitute vom Staat schärfer reguliert und überwacht werden könnten, mit dem Ziel, eine so grosse Krise wie diejenige der letzten zwei Jahre möglichst zu vermeiden. Wir stellen Krisenverträge vor, eine ordnungspolitische Innovation, welche das Spektrum der bereits vorliegenden Vorschläge erweitert und eine Alternative zu direkten Eingriffen in die Finanzmärkte darstellt. [ mehr ]
Sind Subventionen der Motor chinesischer Exporterfolge?
4970 mal gelesen
Chinas Exporte boomen – lange nicht nur in arbeitsintensiv produzierenden Branchen. Peter Schott stellte in einem Kommentar fest, wie vielfältig Chinas Exportpalette doch sei, und das unter Einschluss der Erzeugnisse vieler Hightech-Branchen. Manche Ökonomen halten diese Beobachtung für eine Illusion: Chinas Hightech-Exporte seien kaum mehr als simple Montagen importierter Hightech-Komponenten und -vorprodukte ohne große heimische Wertschöpfung. Aber es lässt sich kaum leugnen, dass chinesische Firmen deutliche Duftmarken in Hightech-Branchen hinterlassen haben. [ mehr ]
Das Vertrauen in das Bankensystem während der Finanzkrise
4799 mal gelesen
Im Zusammenhang mit der Finanzkrise wurde häufig behauptet, dass sie einen massiven Vertrauensverlust in Finanzinstitutionen hervorgerufen hat. In der öffentlichen Diskussion findet sich dieses Argument immer wieder. In diesem Artikel wird gezeigt, dass sich diese Behauptung für das Vertrauen in die österreichischen Finanzinstitutionen nur bedingt belegen lässt. [ mehr ]
Währungskrieg: Die chinesische Dollarbindung und die makroökonomische Stabilität in China und der Welt
4759 mal gelesen
Der Konflikt um die chinesische Dollarbindung spitzt sich zu. Auf dem jüngsten G20-Treffen ist der Druck auf China nochmals gewachsen, eine Yuan-Aufwertung zuzulassen. Obwohl sich Politik und Wissenschaft in den westlichen Industrieländern weitgehend einig sind, dass eine Flexibilisierung des chinesischen Yuan die optimale Währungspolitik für sich selbst (und China) ist, wird dies in China und weiten Teilen Ostasiens anders gesehen. Denn die Yuan-Dollar-Bindung ist längst zum Stabilitätsanker in Ostasien und der Welt herangewachsen. [ mehr ]
Euro-Krise: Alternativen zum 750-Milliarden-Rettungsschirm
4744 mal gelesen | 4 Kommentare
Bundeskanzlerin Merkel koppelte in ihrer Regierungserklärung am 19.5.2010 die Zukunft der EU an den Fortbestand des Euro und bezeichnete den 750 Milliarden Euro umfassenden Rettungsschirm als praktisch alternativlos. Tatsächlich hätte es verschiedene Reaktionsmöglichkeiten auf die Krise gegeben. [ mehr ]
Einwanderungsland Schweiz: Eine ökonomische Bilanz
4719 mal gelesen | 3 Kommentare
Seit Juni nimmt die Einwanderung in die Schweiz wieder zu. Weil auch die Auswanderung stieg, blieb das zuerst wenig sichtbar. Gemäss den jüngsten Daten für September ist nun aber die Nettoeinwanderung aus der EU im Vergleich zum Vorjahr mit plus 34 Prozent richtiggehend explodiert. Wie geht das weiter? [ mehr ]
Photovoltaik in Deutschland – Eine Medium Low-Tech Industrie
4657 mal gelesen | 4 Kommentare
Die Photovoltaikindustrie gilt in Deutschland als Zukunftsindustrie und wird daher hoch subventioniert. Allerdings ist das Kalkül hinter der Förderung bisher nicht aufgegangen: Die Unternehmen konzentrieren sich vor allem auf die Produktion, investieren jedoch kaum in Forschung und Entwicklung. Trotz kräftig wachsendem Weltmarkt ist die langfristige Etablierung der deutschen Photovoltaikindustrie zweifelhaft. [ mehr ]
Trennbanken und Universalbanken in der Krise: Eine Bemerkung zu Obamas Vorschlägen
4644 mal gelesen | 3 Kommentare
Der Hurrikan der Finanzkrise ist überstanden, aber er hat eine Spur der Verwüstung in den USA zurückgelassen. Jetzt geht es ans Aufräumen der Scherben des zerbrochenen Finanzsystems. US-Präsident Barack Obama scheint nach anfänglichem Zögern zum Handeln entschlossen und stellt sich hinter die "Volcker-Vorschläge". [ mehr ]
Wie Vertrauen wieder gewonnen werden kann
4576 mal gelesen | 2 Kommentare
Trotz aller mathematischen Modelle ist die Finanzwirtschaft nicht mit physikalischen Gesetzen gleichzusetzen. Vielmehr beruht sie auf dem Vertrauen der Marktteilnehmer und kann hoch emotionale Reaktionen auslösen. Während der letzten Finanzkrise wurde dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dieser Artikel stellt Wege und Maßnahmen dar, wie Vertrauen wieder gewonnen werden kann. [ mehr ]
Basel III: Unvollendet, aber nicht allein
4569 mal gelesen
Basel III wird aus unterschiedlichen Richtungen getadelt: Für die einen sind die Regeln zu streng, für die anderen zu großzügig, vor allem fehle eine systemische Komponente. Dieser Artikel zeigt, dass sich zu Basel III bald neue Institutionen in der EU gesellen werden, die der Krisenprävention dienen. Zudem wird an der Verbesserung und Ergänzung der Eigenkapitalregeln weiter gearbeitet. [ mehr ]
Lohnt sich Bestechung für Firmen?
4534 mal gelesen
Nicht erst seit dem Schmiergeldskandal bei Siemens steht Bestechung als Unternehmenspraxis im Rampenlicht der öffentlichen Diskussion. In einem auf Ökonomenstimme veröffentlichten Artikel diskutiert Friedrich Schneider Gründe und Auswirkungen der Korruption auf der Länderebene. Die Mechanismen auf der Mikroebene, die zur Korruption führen, und deren Effekte sind jedoch weit weniger untersucht. Was treibt nun eine Firma wie Siemens dazu, sich auf Bestechung einzulassen – und, vielleicht noch wichtiger, was sind die Auswirkungen auf diese Firma? [ mehr ]
„Finanzkrise“ versus „Große Depression“: (k)ein Vergleich
4528 mal gelesen
Die jüngste „Finanzkrise“ wurde oft mit der Weltwirtschaftskrise der Dreißigerjahre verglichen. Hier geht es um eine eingeschränkte Frage, nämlich den Vergleich der Tiefe der beiden Krisen. Sollte es richtig sein, wie derzeit die meisten Wissenschaftler und fast alle Prognoseinstitute glauben, dass die Talsohle zumindest in der gesamtwirtschaftlichen Produktion überschritten ist, kann man eine erste Bilanz ziehen. [ mehr ]
Politik und Kultur: Unterschiedliche Einstellungen bezüglich der Rolle der Frau in Ost und West
4514 mal gelesen
Kulturelle Einstellungen zur gesellschaftlichen Rolle der Frau beeinflussen ökonomische Entscheidungen. Aber wie entstehen solche Einstellungen und wie verändern sie sich über die Zeit? Es gibt kaum Erkenntnisse darüber, inwieweit die Politik das gesellschaftliche Bild der Frau beeinflusst. In Deutschland unterscheidet sich das gesellschaftliche Frauenbild in Ost und West massiv – 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sogar noch mehr als je zuvor. Woher kommt das? [ mehr ]
Windenergie und effiziente Stromübertragungsnetze
4511 mal gelesen | 2 Kommentare
Die Windenergie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dadurch ergeben sich neue Anforderungen an die Stromübertragung, da die Verbrauchs- und Erzeugungspunkte stark auseinanderfallen. Die bestehenden Gesetze schränken aber eine effiziente Allokation ein. Der Beitrag zeigt, wie eine effiziente Allokation dennoch möglich wäre. [ mehr ]
Stuttgart 21 und die NEAT: Vom Nutzen von Volksabstimmungen
4506 mal gelesen | 1 Kommentar
An Stuttgart 21 scheiden sich die (schwäbischen) Geister, der geplante Neubau hat massive Proteste hervorgerufen. In der Schweiz hingegen fuhr und fährt das Eisenbahngrossprojekt NEAT durch relativ ruhige Gewässer, obwohl es vier Mal so teuer ist wie Stuttgart 21. Es scheint so, als ob Elemente der direkten Demokratie – entgegen den üblicherweise geäusserten Befürchtungen – die Durchführung von Grossprojekten eher erleichtern als erschweren. [ mehr ]
Geld oder Liebe?
4399 mal gelesen | 2 Kommentare
„Mann trifft Frau. Sie verlieben sich.“ Das ist der Stoff unzähliger Romane, vom Groschenroman bis zur Weltliteratur. Die Protagonisten sind oft Seelenverwandte, und widrige Umstände stehen dem gemeinsamen Glück im Weg. In Shakespeares „Romeo und Julia“ sind es Familienfehden. In Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ stehen der Liebe von Elisabeth und Darcy Standesunterschiede im Weg. Die Heirat des wohlhabenden Darcy mit Elisabeth wäre für ihn gesellschaftlich und wirtschaftlich ein Abstieg. [ mehr ]
Vom Sündenfall zur Neugründung der EU
4348 mal gelesen
Erst vor Kurzem waren die EU-Granden erleichtert, endlich den Lissabon-Vertrag in Kraft setzen zu können. Und schon ist er obsolet, weggespült von der globalen Krise. Diese verhalf dem alten Keynes in Form von massiven Konjunktur- und Bankenrettungspaketen zu neuer Popularität. Da dabei in der EU fast alle Grundprinzipien der EU-Verträge über Bord geworfen wurden, bleibt nur eine Lösung: Gründet die EU neu. [ mehr ]
Wie glaubwürdig sind Chinas Androhungen wirtschaftlicher Vergeltungsmaßnahmen?
4330 mal gelesen
Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo hat eine heftige Reaktionen der chinesischen Regierung ausgelöst. Dieses Ereignis verknüpft die chinesische Regierung offen oder verdeckt mit den Handelsbeziehungen zu den betroffenen Ländern. Der Artikel zeigt, dass die Exporte eines Landes nach China um über 8% sinken können, wenn sie den Dalai Lama empfangen. [ mehr ]
20 Jahre Deutsche Einheit: Schöpferischer Aufbau
4319 mal gelesen
Pünktlich zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit stehen deren Kosten wieder einmal im Zentrum der öffentlichen Debatte. Die fehlenden flächendeckenden „blähenden Landschaften“ werden gerne als Beleg des gescheiterten Aufbauprozesses genannt – wie auch Arbeitslosigkeit und Entvölkerung. Aber waren derartige Prophezeiungen überhaupt gerechtfertigt? Was war zu erwarten? Wie waren die Startbedingungen in die Marktwirtschaft? [ mehr ]
Soll Deutschland sein Gesundheitswesen „verschweizern“?
4307 mal gelesen
Deutschland diskutiert heftig über die zukünftige Ausgestaltung des Gesundheitswesens. Dabei wird häufig auf das Schweizer System, insbesondere die Einheitsprämie, als Vorbild verwiesen. Dahinter steht die Hoffnung, der Übergang zu einer Einheitsprämie hätte positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch: Die ökonomischen Konsequenzen bezüglich der Beschäftigung sind ähnlich – trotz unterschiedlicher Finanzierung. [ mehr ]
Deutsche Lohnzurückhaltung hilft den Nachbarn
4292 mal gelesen | 4 Kommentare
Die relativ moderaten Lohnerhöhungen und die Arbeitsmarktreformen in Deutschland sind von einigen Beobachtern – insbesondere Frankreich – mitverantwortlich gemacht worden für die Euro-Krise. Deutschland, so der Vorwurf, würde damit Arbeitslosigkeit „exportieren“. Ältere Handelstheorien hätten diesen Vorwurf bestätigt. Dieser Artikel zeigt, dass neue Erkenntnisse zu ganz anderen Ergebnissen kommen. [ mehr ]
Neue Maße zur Messung von Reichtum
4259 mal gelesen
Die Bundesregierung berichtet regelmässig über Armut und Reichtum in Deutschland. Beachtung findet vor allem die Armuts(risiko)quote, weniger die Reichtumsquote. Die Schwächen solch vereinfachender Indizes sind offenkundig. Mit zusätzlichen Reichtumsindizes erhält man ein genaueres Bild der Einkommensverteilung der Reichen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um etwa die Wirkungen von Änderungen bei der Einkommensbesteuerung abbilden zu können. [ mehr ]
Überschussliquidität, Zentralbankverluste und Inflationsanreize in Emerging Markets
4213 mal gelesen
Historisch niedrige Zinsen in den großen Volkswirtschaften und aufgehellte Wachstumsaussichten in den Emerging Markets haben eine neue Welle von Carry Trades in letztere losgetreten. Die damit verbundene Überschussliquidität zwingt die Zentralbanken dieser aufstrebenden Märkte zu umfangreichen Sterilisierungsoperationen, um Inflationsdruck und Vermögenspreisblasen entgegenzuwirken. Folgen davon: fragmentiere Finanzmärkte, infrage gestellte Zentralbankenunabhängigkeit und untergrabene Effizienz von Inflationszielen. [ mehr ]
99 Cent: Preissetzungsstrategien im Online-Handel
4178 mal gelesen
Konsumgüter kosten oft 99 Cent oder 999 Euro. Unsystematische Preisendungen (z.B. 3,73 Euro) sind viel seltener. Anhand einer Analyse von über 20’000 Produkten und 800’000 Angebotspreisen zeigt dieser Beitrag, dass „9er“-Preise tatsächlich weit verbreitet sind und die Entscheidungen der Konsumenten beeinflussen. Zudem lösen sie ein „Stillhalteabkommen“ der Konkurrenz aus: Die Online-Händler zögern, einen solchen „9er“-Preis zu unterbieten. [ mehr ]
Alternativen zur UNESCO-Liste des Welterbes
4174 mal gelesen
Die UNESCO-Liste des Welterbes erfreut sich ausserordentlicher Popularität. Viele der Welterbestätten sind bedeutende Touristenattraktionen und Ikonen der nationalen Identität. Neben den unbestrittenen positiven Auswirkungen der Liste gibt es allerdings auch eine Reihe negativer Aspekte, die gewöhnlich übersehen werden. Dieser Beitrag zeigt die Nachteile und weist gleichzeitig auf mögliche Alternativen hin. [ mehr ]
Kapitalismus: Finanzkrisen stärken, Wirtschaftskrisen schwächen ihn
4159 mal gelesen
Welchen Einfluss üben Finanz- und Wirtschaftskrisen auf die wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit aus? Die skandinavische Bankenkrise der 1990er Jahre, aber auch Panelschätzungen geben Hinweise: Im Nachgang zu einer Banken- bzw. Finanzkrise nimmt der Grad der Wirtschaftsfreiheit auf kürzere Frist ab, längerfristig aber eher zu. Hingegen führt eine Wirtschaftskrise, d.h. eine hohe «Produktionslücke», längerfristig zu einer Reduktion der wirtschaftlichen Entscheidungsfreiheit. [ mehr ]
Klimapolitik und langfristige Wirtschaftsentwicklung
4130 mal gelesen
Der weltweite Klimawandel und die Folgen auf Öko- und Wirtschaftssysteme sind wichtige Themen der internationalen Politik. Aber welche Auswirkungen haben Energie- und Klimapolitik auf das langfristige Wachstum einer Volkswirtschaft? Dieser Artikel zeigt mittels eines neuen Modells die Auswirkungen von Energie- und Klimapolitik auf das langfristige Wachstum. [ mehr ]
Wie lange hält sich ein Regulierungsparadox? Flughafenslots und das Guernsey Transport Board Urteil
4119 mal gelesen | 1 Kommentar
Schlagworte:Bessere Luft, was ist sie uns wert? Eine Bewertung europäischer Umweltpolitik
4115 mal gelesen
Unter demselben Obertitel wie dieser Beitrag erschien 1985 eine viel beachtete Studie zur ökonomischen Bewertung der Luftreinhaltung in Deutschland (Schulz 1985). Seitdem hat sich die Luftqualität in Deutschland und anderen europäischen Ländern aufgrund verschärfter umweltpolitischer Regulierung in Teilbereichen deutlich verbessert und anstelle der Luftreinhaltung ist der Klimawandel in das Zentrum der umweltpolitischen Aufmerksamkeit gerückt. [ mehr ]
Die Schweiz unter Druck: Für und Wider eines internationalen Steuerwettbewerbs
4068 mal gelesen | 1 Kommentar
Schlagworte:Schulden runter – aber wie?
4048 mal gelesen | 2 Kommentare
Schlagworte:Private Krankenzusatzversicherung – Lehren für Deutschland?
4037 mal gelesen | 1 Kommentar
Mit der holländischen Gesundheitsreform von 2006 wurde eine Basiskrankenversicherung mit eingeschränktem Leistungskatalog eingeführt. Freiwillige private Zusatzkrankenversicherungen sollen die restlichen Leistungen abdecken. Gesundheitsminister Rösler schlägt ein solches System auch für Deutschland vor. Erfahrungen aus Australien, Kanada und der Schweiz zeigen aber die Schwierigkeiten in der Praxis. [ mehr ]
Finanzierungsbedingungen und Internationalisierung von Unternehmen
4028 mal gelesen
Die Finanzkrise ist nicht nur eine Krise der Finanzmärkte geblieben, sie hat sich auch auf den internationalen Handel niedergeschlagen. Wie kam es dazu? Bisher ist dem Zusammenhang zwischen Außenhandel und Finanzmärkten in der Forschung wenig Beachtung geschenkt worden. Dieser Artikel untersucht, wie außenwirtschaftliche Aktivitäten von Unternehmen durch den Zugang zu Fremdfinanzierung bestimmt werden. [ mehr ]
Die „ideale Mehrwertsteuer“
4003 mal gelesen
Seit geraumer Zeit geht in der Schweiz der Geist der „idealen Mehrwertsteuer“ um. Ein Verfechter dieser idealen Steuer ist der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz. Am 22. Juni forderte er den Bundesrat erneut auf, an einer radikalen Reform der Mehrwertsteuer festzuhalten, einen Einheitssatz einzuführen und die meisten Ausnahmen abzuschaffen. Wie dieser Beitrag zeigt, wäre eine Reform der heutigen Steuer volkswirtschaftlich attraktiv. [ mehr ]
Der Kreditklemmenindikator
3959 mal gelesen
Nach der Finanzkrise gab es vielerorts Befürchtungen, dass Deutschland in eine Kreditklemme gerät. Doch bereits die Definition einer Kreditklemme bereitet Schwierigkeiten. Die Autoren entwickeln anhand einfacher Umfragedaten einen Kreditklemmenindikator, der sich insbesondere über seine hohe Aktualität auszeichnet. [ mehr ]
Knacks im Geschäftsmodell und nachweisbare Wirkung
3954 mal gelesen
Griechenland erhält nun viel Geld – doch lange nicht so viel, wie die Kapitalmärkte bislang bereitgestellt haben. Das Land muss eisern sparen, und so geht es auch den anderen Sündern. Reihenweise sind die Geschäftsmodelle der Schuldnerstaaten kollabiert. Auch Deutschlands Geschäftsmodell hat einen Knacks bekommen. [ mehr ]
Wende in der Lohnpolitik?
3928 mal gelesen
So viel Unterstützung vor einer Lohnrunde haben die Gewerkschaften schon lange nicht mehr erhalten. Sogar Mainstream-Ökonomen und konservative Politiker, vor allem aus dem Ausland, leisten Zuspruch. Solche ungewöhnlichen Koalitionen deuten auf eine zugespitzte Problemlage hin, die sich mit einer Politik in gewohnten Gleisen offensichtlich nicht mehr auflösen lässt. Was ist passiert? [ mehr ]
Strafsteuern gegen China schaden vielen, helfen niemandem
3905 mal gelesen | 1 Kommentar
Paul Krugman schlägt eine Strafsteuer von bis zu 25 % auf chinesische Importe als Antwort auf vermutete Wechselkursmanipulation, d.h. eine geschätzte Unterbewertung von bis zu 40% vor. Ohne die Abwertung könne die Weltwirtschaft um 1,5 Prozentpunkte rascher wachsen, weil dann die amerikanischen und europäischen Volkswirtschaften schneller expandieren könnten. Dieser Artikel stellt dar, warum dieser Vorschlag nicht funktioniert bzw. er sogar ins Gegenteil umschlagen könnte. [ mehr ]
Arbeitsmarkteffekte des internationalen Outsourcings
3886 mal gelesen
Die Kluft zwischen wissenschaftlicher und öffentlicher Debatte über die Rückwirkung des internationalen Outsourcings auf die heimische Beschäftigung ist groß. Geben Unternehmen Kostengründe an, dass sie aus „Niedriglohnländern“ Vorleistungen beziehen oder dort investieren, schrillen in Presse, Politik und Interessenverbänden die Alarmglocken. Weniger besorgt ist man hingegen bei Direktinvestitionen, mit denen die Märkte hoch entwickelter Volkswirtschaften erobert werden sollen. [ mehr ]
Stand-alone-Ratings: Abhilfe bei Marktversagen
3820 mal gelesen
Rating-Agenturen stuften die PIGS-Staaten falsch ein, da sie eine Rettung durch die Eurozone einkalkulierten. Transparenter wäre eine Länderbewertung, die externe Hilfen völlig ausklammert. Solche „Stand-alone-Ratings“ haben folgende Vorteile: Sie sind präziser, sie ermöglichen eine reagible Preisgestaltung, sie liefern Qualitätskriterien zur Beurteilung der Regierungsarbeit. Und sie machen eine genauere Einschätzung des Wertes der expliziten oder impliziten Haftungszusagen für den betroffenen Staat möglich. [ mehr ]
Wahlversprechen und Verträge: Wiederwahlschwellen
3801 mal gelesen
In einer Demokratie sind Wahlen ohne Wahlversprechen nicht denkbar. Das Brechen solcher Wahlversprechen rächt sich jedoch selten – ein Umstand, dem abgeholfen werden könnte. Dementsprechend schlagen wir vor, dass Politiker die Möglichkeit haben sollten, politische Verträge einzugehen, in denen überprüfbare Wahlversprechen schriftlich niedergelegt und beglaubigt werden. Bricht ein Amtsinhaber einen solchen Vertrag, darf er sich nicht zur Wiederwahl stellen. [ mehr ]
Die griechische Krankheit versus die Stabilität des Euros
3718 mal gelesen | 2 Kommentare
Die Verträge von Maastricht versprachen den Mitgliedsländern eine stabile Währung und eine wirtschaftspolitische Union mit koordinierter Finanzpolitik. Bisher ist nur das erste Versprechen eingelöst worden. Aber selbst dieses ist durch die griechische Finanzmisere in Gefahr geraten. Ist der viel diskutierte Europäische Währungsfonds die Lösung? Dieser Artikel zeigt auf, dass er es nicht ist, und stellt eine Alternative dar. [ mehr ]
Euro-Mythen
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Die Tatsache, dass die jüngste Euro-Krise durch die drohende Insolvenz Griechenlands ausgelöst wurde, hat Europas Politiker dazu angeregt, ihre Rhetorik mit vielfältigen Bildern aus der griechischen Mythologie anzureichern. Die griechische Mythologie belebt aber nicht nur die Rhetorik. Mit Mythen befrachtet sind auch die Euro-Krise selbst und die zu ihrer Bekämpfung ergriffenen Maßnahmen. [ mehr ]
Die Rolle staatlicher Löhne in der Eurozone
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In den letzten Jahren haben sich beträchtliche makroökonomische Ungleichgewichte innerhalb der Währungsunion ergeben. Hier spielt die Lohn- und Beschäftigungspolitik im öffentlichen Sektor eine wichtige Rolle. Sie war in den letzten Jahrzehnten tendenziell pro-zyklisch und hatte oft einen markanten Einfluss auf Lohnbildung und Wettbewerbsfähigkeit im Privatsektor. Laut diesem Beitrag können derartige Tendenzen durch geeignete institutionelle Anpassungen begrenzt werden. [ mehr ]
Einfluss der Stabilität des Bankensektors auf die Realwirtschaft
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Das Bankenkrisen zu einem Wirtschaftseinbruch führen oder einem solchen vorausgehen, hat uns nicht zuletzt die jüngste Krise gezeigt. Ist der Bankensektor aber der Hauptauslöser des Konjunkturrückgangs? Dies ist bisher wenig klar. Dieser Beitrag bringt Licht ins Dunkle und schlüsselt die Verbindung zwischen Bankensektor und Realwirtschaft auf. [ mehr ]
Griechische Lektionen
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Die Märkte scheinen den Rettungsplan von Montagnacht positiv aufzunehmen. Dass die EZB nun aber Anleihen derjenigen Staaten kauft, die am Stärksten den Stabilitätspakt gebrochen haben, und die der anderen verkauft, bietet längerfristig verheerende Anreize für die Fiskalpolitik. Gefragt ist nun ein neuer Stabilitätspakt, der auch wirkt. [ mehr ]
How to be a good European ...
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Kürzlich lud mich eine führende deutsche Zeitung ein, bei einer Initiative gegen die zunehmend "griechenlandfeindliche Stimmung" in Deutschland und die "ökonomisch irrationale" Debatte um die Griechenlandhilfe mitzumachen. Ich habe mir dazu wirklich Gedanken gemacht. Schließlich sorge ich mich auch um Europa. Als Deutscher, Europäer und Weltbürger kam ich nach bestem Wissen und Gewissen und nach ökonomischen und moralischen Prinzipien zu folgendem Schluss: [ mehr ]
Lohnungleichheit und Exporte: Gewinner und Verlierer?
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Handelt es sich bei internationalem Handel um einen Grund für das steigende Lohngefälle in Industriestaaten? Diese Kolumne zeigt, dass die Exporttätigkeit von deutschen Betrieben Lohnunterschiede bei Beschäftigten mit unterschiedlichen Fähigkeiten erhöht, jedoch gleichzeitig Unterschiede zwischen Frauen und Männern sowie deutschen und ausländischen Bürgern in der Produktion verringert. [ mehr ]
Eine Einführung des Euroraum-weiten Konjunktur-Frühindikators ALI
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Die jüngste Rezession hat die Vorhersage von Konjunkturwendepunkten wieder in den Vordergrund gerückt. Dementsprechend ist das Interesse an Konjunktur-Frühindikatoren gegenwärtig besonders hoch. Dieser Beitrag stellt einen neuen, nicht-modellbasierten Konjunktur-Frühindikator für den Euroraum dar: ALI [ mehr ]
Kommunale Einkommenssteuern und ihre Nebenwirkungen
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schlägt vor, deutsche Städte und Kommunen sollten lokale Ausgaben neu teilweise durch eigene Einkommenssteuern finanzieren. Dieser Vorschlag ist in seiner Logik bestechend: Muss die lokale Bevölkerung ihre öffentlichen Ausgaben selber bezahlen, wird sie Kosten und Nutzen lokaler öffentlicher Projekte abwägen und entsprechend optimale Entscheide fällen. Die offensichtlichen Vorteile gehen jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen einher wie das Beispiel Schweiz zeigt. Kommunaler Steuerwettbewerb vergrössert die Einkommensunterschiede zwischen Kernstadt und Speckgürtel und verschärft die Finanzierungsprobleme der Kernstädte. [ mehr ]
Der 47-Milliarden-Euro-Krieg: Die Kosten des deutschen Engagements in Afghanistan
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Schlagworte:Zerstört Mervyn King das Bankensystem?
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Der Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, hat bei den Banken Entsetzen ausgelöst. Er verlangt von den Banken mehr Eigenmittel und bestreitet gar, dass ihnen dadurch Kosten entstehen (King, 2010). Die Bankenvertreter verstehen die Welt nicht mehr. Sie sprechen offen vom bevorstehenden Untergang des britischen Bankensystems (Nixon, 2010). Was ist bloss in den Gouverneur gefahren? [ mehr ]
Zur Stärkung der Deutschen Bundesbank
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Die zum Ende April 2010 frei werdenden zwei Vorstandsposten in der Deutschen Bundesbank haben bereits Anfang des Jahres eine lebhafte Debatte über mögliche Kandidaten ausgelöst. Die Diskussion über eine weitaus wesentlichere Frage, nämlich welche fachliche Qualifikation für die Besetzung der Vorstandsposten maßgebend ist, wird hingegen weitgehend ausgelassen. [ mehr ]
Sparpaket: Weder gut für Deutschland noch für seine Nachbarn
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Die deutsche Bundesregierung hat ein „Sparpaket“ verabschiedet, das die Bundeskanzlerin so begründet: Deutschland habe über seine Verhältnisse gelebt, und es müsse durch Wachstum aus der Krise herauskommen. Das Sparpaket wird dies jedoch nicht leisten, argumentiert dieser Beitrag, denn es wirkt kontraktiv. Stattdessen sollte die Binnennachfrage vor allem dadurch gestärkt werden, dass die sozial Schwachen mit hoher Konsumquote besser entlohnt werden. [ mehr ]
Ist die Cash-Flow-Finanzierung der Unternehmen mitverantwortlich für den deutschen Leistungsbilanzüberschuss?
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In der jüngsten Krise des Euroraums ist auch der seit Jahren hohe Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands Gegenstand der Debatte. Dabei wird einerseits die Reallohnzurückhaltung und andererseits die Investitionsschwäche als Grund für die hohen Überschüsse angeführt. Dieser Beitrag untersucht die Rolle der Unternehmensfinanzierung bei der Entwicklung der Leistungsbilanz in den vergangenen Jahren. Veränderungen von Art und Umfang der Unternehmensfinanzierung stehen zwar auch in Beziehung zu den bereits in der Diskussion befindlichen Ursachen. Die Veränderungen in den Unternehmensfinanzen können sogar als ein möglicher Ausgangspunkt für die Reallohnzurückhaltung gelten. Doch wurde die Bedeutung der Unternehmensfinanzierung für die Entwicklung der deutschen Leistungsbilanz bisher noch nicht beleuchtet. [ mehr ]
Fremdwährungskredite in Osteuropa: kunden- oder bankgetrieben?
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Firmen und Haushalte in Osteuropa nehmen in grossem Stil Kredite in Fremd- statt in der Lokalwährung auf. Die Fremdwährungskredite werden, besonders seit Ausbruch der Finanzkrise, als Bedrohung für die Stabilität der Finanzsysteme in der Region angesehen. Dieser Beitrag zeigt anhand einer Analyse von 100’000 Krediten einer bulgarischen Bank, ob die Kreditvergabe angebots- oder nachfragegetrieben ist. [ mehr ]
Neue Erkenntnisse zum (Un-)Glück der Arbeitslosen
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Arbeitslose sind unglücklicher als erwerbstätige Menschen. Das jedenfalls ist die Erkenntnis der Lebenszufriedenheitsforschung. Gewonnen wird diese Erkenntnis beispielsweise aus den Antworten auf die folgende Frage: „Alles zusammen genommen, wie zufrieden sind Sie gegenwärtig mit ihrem Leben?“ Arbeitslose geben auf diese Frage signifikant niedrigere subjektive Lebenszufriedenheiten an als Beschäftigte. Was aber macht Arbeitslose unglücklicher und Beschäftigte glücklicher? [ mehr ]
Auf Gedeih und Verderb
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Europa steht am deutschen Pranger. Der Ton wird schriller. Was mit der "Euro-Lüge" begann, hat sich zu einem allgemeinen "Euro-Bashing" ausgebreitet. Erstmals in der Nachkriegszeit erhält in Deutschland eine antieuropäische Richtung starken politischen Zulauf. Das ist verständlich. Die Deutschen fühlen sich belogen. Und sie haben recht. Nicht nur die Griechen haben getrickst. Auch von den Vätern des Euro ist man sträflich im Stich gelassen worden. [ mehr ]
Netzneutralität und Netzevolutorik im Internet
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Sollen die Betreiber von Internet-Transportnetzen verpflichtet werden allen Datenpaketen die gleiche Priorität einzuräumen? Und das per Gesetz? Um diese Fragen ist in jüngster Zeit eine intensive Diskussion entflammt. Die Debatte wurde unter dem Stichwort Netzneutralitätsdebatte bekannt. In der Diskussion geht es darum, ob Preis- und Qualitätsdifferenzierungen beim Datentransport regulatorisch untersagt werden dürfen. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Zulässigkeit von Nutzungsbeschränkungen legaler Anwendungen. [ mehr ]
Schwäbisches Sozialkapital
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In der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 zeigt sich nicht nur Unmut über das Projekt, es offenbaren sich auch Wertevorstellungen, die für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes eine grundlegende Rolle spielen. Dieser Artikel zeigt, warum eine aktive Zivilgesellschaft Wachstumspotenziale für eine Volkswirtschaft generieren kann. [ mehr ]
Gesundheitspauschalen – kein Vorteil für das deutsche Gesundheitssystem?
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In seinen Artikeln „Soll Deutschland sein Gesundheitssystem verschweizern?“ und „Die Schweiz als Vorbild?“ bezweifelt Prof. Kirchgässner, dass sich das Schweizer Krankenversicherungssystem mit Pauschalen und Sozialausgleich fundamental vom deutschen System mit lohnabhängigen Beiträgen unterscheidet. Dieser Artikel zeigt, dass eine Gleichsetzung von Pauschalen und lohnabhängigen Beiträgen irreführend ist. [ mehr ]
Wie Osteuropa Deutschland half seine Wettbewerbsfähigkeit auszubauen
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Die Diskussion über das derzeitige Handelsbilanzungleichgewicht in der Eurozone fokussiert stark auf den wettbewerbsmässigen „Underperformern“ in Südeuropa und dem „Über-Performer“ Deutschland. Dieser Beitrag spricht einen bisher vernachlässigten Mechanismus an, mit dem Deutschland seine relativen Arbeitsstückkosten gesenkt hat: deutsche und österreichische Firmen haben nach dem Fall der Mauer Teile ihrer Produktion nach Osten verlagert. [ mehr ]
Ein Volltreffer
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Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist ein echter Volltreffer. Peter Diamond, Dale Mortensen und Christopher Pissarides bekamen ihn „für ihre Analyse von Märkten mit Suchfriktionen“. Das klingt zwar technisch, dennoch sind die Beispiele dafür, die ich meinen Studenten jeweils vortrage, so spannend und zahlreich, dass es mir leicht fällt, die praktische Relevanz von deren Erforschung deutlich zu machen. Denn wir sind tagtäglich mit den Fragestellungen der Preisträger konfrontiert. [ mehr ]
Die Mauer muss weg
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Im November 1989 fiel die Berliner Mauer. Aus zwei zuvor über Jahrzehnte getrennten Gebieten wurde quasi über Nacht (wieder) ein Wirtschaftsraum. Oder doch nicht? Die alte politische Grenze weist weiterhin einen erheblichen verzerrenden Effekt auf die Handelsströme auf. Es bedarf der Zeitspanne einer Generation, um diesen zu überwinden. [ mehr ]
Wettbewerb durch Privatschulen erhöht Leistungen im gesamten Schulsystem
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Funktioniert privater Wettbewerb im Bildungssektor? Diese Kolumne präsentiert Evidenz, dass Länder mit einem hohen Anteil an privat geleiteten Schulen erheblich bessere Resultate in internationalen Leistungstests erzielen. Um den kausalen Effekt des privaten Wettbewerbs zu isolieren, nutzt unsere Arbeit Variation in Privatschulanteilen, die tiefe historische Wurzeln hat: die katholische Opposition gegen die im 19. Jahrhundert aufkommenden staatlichen Schulsysteme. [ mehr ]
Cui Boni?
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Als Antwort auf die trotz Krise hohen Boni der Banker führte Grossbritannien eine Bonus-Steuer ein. Frankreich will in diesem Jahr nachziehen. Wie verändert sich die Vergütung mit einer Bonus-Steuer? Und was sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen? Der vorliegende Text zeigt, dass in einem Land mit Bonus-Steuer der Anreiz zu einer leistungsbezogenen Vergütung steigt. Allerdings sinken die Gewinne eines Unternehmens und dadurch können die Aktionäre von einer solchen Steuer negativ betroffen sein. [ mehr ]
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