Im Wettbewerb der Industrieländer um Talente wird die Ausbildung ausländischer Studierender auch aus Entwicklungsländern zunehmend als Strategie zur Gewinnung hoch qualifizierter Arbeitskräfte verstanden. Je weniger Studierende nach Studienabschluss in einem Industrieland jedoch in ihre Heimat zurückkehren, desto mehr sind die Entwicklungsländer von einem „Brain Drain“ betroffen. Allerdings steigen auch die Anreize der Gastländer, in Bildungsqualität zu investieren, so dass bei genügend hoher Rückkehrmigration gar ein Brain Gain für die Entwicklungsländer resultieren kann. [ mehr ]
Artikel – September 2010
sortieren: Datum | Besuche | Bewertung„War for Talents“: Fluch oder Segen für Entwicklungsländer?
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Überschussliquidität, Zentralbankverluste und Inflationsanreize in Emerging Markets
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Historisch niedrige Zinsen in den großen Volkswirtschaften und aufgehellte Wachstumsaussichten in den Emerging Markets haben eine neue Welle von Carry Trades in letztere losgetreten. Die damit verbundene Überschussliquidität zwingt die Zentralbanken dieser aufstrebenden Märkte zu umfangreichen Sterilisierungsoperationen, um Inflationsdruck und Vermögenspreisblasen entgegenzuwirken. Folgen davon: fragmentiere Finanzmärkte, infrage gestellte Zentralbankenunabhängigkeit und untergrabene Effizienz von Inflationszielen. [ mehr ]
10 CHF Entwicklungshilfe von jedem Schweizer
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Die Kosten, die jedem Schweizer Staatsbürger für die Unterstützung von Entwicklungsländern pro Jahr entstehen, belaufen sich auf weniger als zehn Franken pro Jahr. Dieser Betrag reicht aus, um der Schweizer Regierung prestigeträchtige Positionen in internationalen Organisationen einzubringen: je einen Sitz in den Exekutivräten von Weltbank und Internationalem Währungsfonds. [ mehr ]
Wende in der Lohnpolitik?
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So viel Unterstützung vor einer Lohnrunde haben die Gewerkschaften schon lange nicht mehr erhalten. Sogar Mainstream-Ökonomen und konservative Politiker, vor allem aus dem Ausland, leisten Zuspruch. Solche ungewöhnlichen Koalitionen deuten auf eine zugespitzte Problemlage hin, die sich mit einer Politik in gewohnten Gleisen offensichtlich nicht mehr auflösen lässt. Was ist passiert? [ mehr ]
Statistik zwischen Klamauk und Analphabetismus
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Die meisten Debatten im Zusammenhang mit Thilo Sarrazins Buch über Zuwanderung und Integration in Deutschland sind von statistischem Analphabetismus geprägt. Wissensmängel aufseiten des Autors, vor allem aber auch bei Journalisten verhindern den angemessenen Umgang mit empirischen Befunden. [ mehr ]
Fremdwährungskredite in Osteuropa: kunden- oder bankgetrieben?
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Firmen und Haushalte in Osteuropa nehmen in grossem Stil Kredite in Fremd- statt in der Lokalwährung auf. Die Fremdwährungskredite werden, besonders seit Ausbruch der Finanzkrise, als Bedrohung für die Stabilität der Finanzsysteme in der Region angesehen. Dieser Beitrag zeigt anhand einer Analyse von 100’000 Krediten einer bulgarischen Bank, ob die Kreditvergabe angebots- oder nachfragegetrieben ist. [ mehr ]
Die Rolle staatlicher Löhne in der Eurozone
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In den letzten Jahren haben sich beträchtliche makroökonomische Ungleichgewichte innerhalb der Währungsunion ergeben. Hier spielt die Lohn- und Beschäftigungspolitik im öffentlichen Sektor eine wichtige Rolle. Sie war in den letzten Jahrzehnten tendenziell pro-zyklisch und hatte oft einen markanten Einfluss auf Lohnbildung und Wettbewerbsfähigkeit im Privatsektor. Laut diesem Beitrag können derartige Tendenzen durch geeignete institutionelle Anpassungen begrenzt werden. [ mehr ]
Die Mauer muss weg
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Im November 1989 fiel die Berliner Mauer. Aus zwei zuvor über Jahrzehnte getrennten Gebieten wurde quasi über Nacht (wieder) ein Wirtschaftsraum. Oder doch nicht? Die alte politische Grenze weist weiterhin einen erheblichen verzerrenden Effekt auf die Handelsströme auf. Es bedarf der Zeitspanne einer Generation, um diesen zu überwinden. [ mehr ]
Hohe Anpassungskosten an den Klimawandel
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Die Diskussion um den Klimawandel dreht sich meist um die Vermeidung von Treibhausgasen. Da jedoch schon heute ein gewisser Klimawandel unvermeidlich ist, wird es in Zukunft auch notwendig sein mit dem Klimawandel zu leben – d.h. sich an neue klimatische Bedingungen anzupassen. Doch wie hoch sind die Kosten dieser Anpassung in Europa? Und welchen Teil davon trägt der Staat? [ mehr ]
Die volkswirtschaftlichen Kosten der Öl-Havarie im Golf von Mexiko
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Der „Oil spill“ im Golf von Mexiko hielt Politik und Öffentlichkeit in den letzen Monaten in Atem. Die Autoren dieses Beitrags schätzen die gesamten sozialen Kosten der Havarie auf ca. 25 Mrd. Euro. Wo fallen diese aber überhaupt an? Wie lassen sie sich abschätzen? Und warum liegen sie deutlich unter dem Kursverlust von BP in der Höhe von 54 Mrd. Euro? [ mehr ]
Lohnungleichheit und Exporte: Gewinner und Verlierer?
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Handelt es sich bei internationalem Handel um einen Grund für das steigende Lohngefälle in Industriestaaten? Diese Kolumne zeigt, dass die Exporttätigkeit von deutschen Betrieben Lohnunterschiede bei Beschäftigten mit unterschiedlichen Fähigkeiten erhöht, jedoch gleichzeitig Unterschiede zwischen Frauen und Männern sowie deutschen und ausländischen Bürgern in der Produktion verringert. [ mehr ]
Warum Ausgabenregeln sinnvoll sind
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Die erhebliche Haushaltsschieflage vieler EU-Mitgliedsstaaten bedarf dringend der Korrektur. Auf europäischer Ebene wird den erforderlichen Konsolidierungsanstrengungen durch den Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) ein gemeinsamer Rahmen gesetzt. Dieser Rahmen sollte durch bindende nationale Zielvorgaben ergänzt werden, und insbesondere durch ausgabenorientierte Budgetregeln. [ mehr ]
Modellunsicherheit und Finanzmärkte
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In dem jüngst veröffentlichen Artikel „Unsicherheit: Ein blinder Fleck der Ökonomie“ wird kritisiert, dass die Wirtschaftstheorie annimmt, dass man es auf den Aktienmärkten mit objektiven Wahrscheinlichkeiten wie beim Roulette zu tun hat, während in der Wirklichkeit eher „Unsicherheit“ vorliegt. Das ist richtig. Allerdings stimmt der Vorwurf, dass die Wirtschaftstheorie darauf keine Antwort hat, nicht. Dieser Artikel zeigt die Lösungen der Ökonomie auf das Problem der (Modell-)Unsicherheit. [ mehr ]
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