Nach der Finanzkrise gab es vielerorts Befürchtungen, dass Deutschland in eine Kreditklemme gerät. Doch bereits die Definition einer Kreditklemme bereitet Schwierigkeiten. Die Autoren entwickeln anhand einfacher Umfragedaten einen Kreditklemmenindikator, der sich insbesondere über seine hohe Aktualität auszeichnet. [ mehr ]
Artikel – 2010
Seite 1 | weiter || sortieren: Datum | Besuche | BewertungStuttgart 21 und die NEAT: Vom Nutzen von Volksabstimmungen
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An Stuttgart 21 scheiden sich die (schwäbischen) Geister, der geplante Neubau hat massive Proteste hervorgerufen. In der Schweiz hingegen fuhr und fährt das Eisenbahngrossprojekt NEAT durch relativ ruhige Gewässer, obwohl es vier Mal so teuer ist wie Stuttgart 21. Es scheint so, als ob Elemente der direkten Demokratie – entgegen den üblicherweise geäusserten Befürchtungen – die Durchführung von Grossprojekten eher erleichtern als erschweren. [ mehr ]
Stützungsprogramme für das Finanzsystem: Ein Vergleich der USA mit Europa
2838 mal gelesen
Die Finanzkrise hat die politischen Entscheidungsträger vor große Herausforderungen gestellt. Die Unterstützung des Finanzsystems ist dabei die Vorraussetzung, die Finanzstabilität wiederherzustellen und die Kreditvergabe an die Realwirtschaft aufrechtzuerhalten. Dieser Beitrag untersucht die Maßnahmen der Regierungen und Zentralbanken in Europa und den USA. [ mehr ]
Bessere Bildung = weniger Terrorismus?
5436 mal gelesen
Spätestens seit dem 11. September 2001 sind Terrorismus – und Terrorismusbekämpfung – allgegenwärtig. Der jüngste Anschlag in Stockholm oder die Terrorwarnungen für Deutschland untermauern dies. So wichtig dabei Antiterrormaßnahmen bei akuter Bedrohung sind, so sehr braucht es gleichzeitig Ursachenforschung: Weshalb verschreibt sich ein Mensch dem Terrorismus mit seinen dramatischen Folgen (auch für den Terroristen selbst)? Gelingt es, die Ursachen des Terrorismus – wie möglicherweise geringe Bildung – zu identifizieren und zu eliminieren, steigen die Chancen auf eine friedlichere Zukunft. [ mehr ]
Ist die Cash-Flow-Finanzierung der Unternehmen mitverantwortlich für den deutschen Leistungsbilanzüberschuss?
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In der jüngsten Krise des Euroraums ist auch der seit Jahren hohe Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands Gegenstand der Debatte. Dabei wird einerseits die Reallohnzurückhaltung und andererseits die Investitionsschwäche als Grund für die hohen Überschüsse angeführt. Dieser Beitrag untersucht die Rolle der Unternehmensfinanzierung bei der Entwicklung der Leistungsbilanz in den vergangenen Jahren. Veränderungen von Art und Umfang der Unternehmensfinanzierung stehen zwar auch in Beziehung zu den bereits in der Diskussion befindlichen Ursachen. Die Veränderungen in den Unternehmensfinanzen können sogar als ein möglicher Ausgangspunkt für die Reallohnzurückhaltung gelten. Doch wurde die Bedeutung der Unternehmensfinanzierung für die Entwicklung der deutschen Leistungsbilanz bisher noch nicht beleuchtet. [ mehr ]
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit, gesellschaftlicher Fairneß und Glück?
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Dieser Artikel untersucht, ob Individuen, die ihre Gesellschaft eher für fair und sozial durchlässig halten, glücklicher sind und Einkommensungleichheit eher akzeptieren als solche, die diese Wahrnehmung nicht teilen. Sind folglich auch Individuen, die ihre Gesellschaft für weniger fair halten, eher geneigt, ein größeres Ausmaß an Umverteilung von Einkommen zu fordern? Und schließlich gehen die Autoren der Frage nach, welchen Effekt das Zusammenspiel von tatsächlicher sozialer Mobilität und Fairnesswahrnehmung für den Einfluss der Einkommensungleichheit auf die individuelle Wohlfahrt hat. [ mehr ]
Eine Einführung des Euroraum-weiten Konjunktur-Frühindikators ALI
3012 mal gelesen
Die jüngste Rezession hat die Vorhersage von Konjunkturwendepunkten wieder in den Vordergrund gerückt. Dementsprechend ist das Interesse an Konjunktur-Frühindikatoren gegenwärtig besonders hoch. Dieser Beitrag stellt einen neuen, nicht-modellbasierten Konjunktur-Frühindikator für den Euroraum dar: ALI [ mehr ]
Wettbewerb durch Privatschulen erhöht Leistungen im gesamten Schulsystem
2745 mal gelesen
Funktioniert privater Wettbewerb im Bildungssektor? Diese Kolumne präsentiert Evidenz, dass Länder mit einem hohen Anteil an privat geleiteten Schulen erheblich bessere Resultate in internationalen Leistungstests erzielen. Um den kausalen Effekt des privaten Wettbewerbs zu isolieren, nutzt unsere Arbeit Variation in Privatschulanteilen, die tiefe historische Wurzeln hat: die katholische Opposition gegen die im 19. Jahrhundert aufkommenden staatlichen Schulsysteme. [ mehr ]
Wie glaubwürdig sind Chinas Androhungen wirtschaftlicher Vergeltungsmaßnahmen?
2703 mal gelesen
Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo hat eine heftige Reaktionen der chinesischen Regierung ausgelöst. Dieses Ereignis verknüpft die chinesische Regierung offen oder verdeckt mit den Handelsbeziehungen zu den betroffenen Ländern. Der Artikel zeigt, dass die Exporte eines Landes nach China um über 8% sinken können, wenn sie den Dalai Lama empfangen. [ mehr ]
Währungskrieg: Die chinesische Dollarbindung und die makroökonomische Stabilität in China und der Welt
3868 mal gelesen
Der Konflikt um die chinesische Dollarbindung spitzt sich zu. Auf dem jüngsten G20-Treffen ist der Druck auf China nochmals gewachsen, eine Yuan-Aufwertung zuzulassen. Obwohl sich Politik und Wissenschaft in den westlichen Industrieländern weitgehend einig sind, dass eine Flexibilisierung des chinesischen Yuan die optimale Währungspolitik für sich selbst (und China) ist, wird dies in China und weiten Teilen Ostasiens anders gesehen. Denn die Yuan-Dollar-Bindung ist längst zum Stabilitätsanker in Ostasien und der Welt herangewachsen. [ mehr ]
Makroökonomische Faktoren und mikroökonomische Risiken von Banken
4129 mal gelesen
Wie beeinflussen makroökonomische Schocks das Risiko von Banken? Für das Bankensystem insgesamt fällt das Risiko von Banken nach expansiven geldpolitischen Schocks. Allerdings gibt es auch eine enorme Heterogenenität zwischen Banken – für etwa ein Drittel der Bank steigt das Risiko. Wenig liquide und schlecht kapitalisierte Banken reagieren mehr als andere Banken auf makroökonomische Schocks. Kleine und rein national agierende Banken sind diesen ebenfalls in hohem Masse ausgesetzt. Entwicklungen im Bankensektor haben zudem einen wichtigen Einfluss auf die Makroökonomie. In der mittleren Frist erklären sie über 25% der makroökonomischen Schwankungen. [ mehr ]
USA nach der Wahl: Yes, we understand
2453 mal gelesen
Schlagworte:Souveränitätsgewinn durch EU-Beitritt?
2623 mal gelesen
Die Presse steht nicht gut mit dem Bilateralen Weg der Schweiz. Es geht ihm zwar nicht so schlecht wie dem Euro, der noch im Frühjahr dieses Jahres als „Popstar“ der Europäischen Integration gefeiert wurde. Der Bilaterale Weg wird aber von der EU und von vielen, die es schon immer wussten, als Sackgasse oder zumindest als Auslaufmodell bezeichnet. [ mehr ]
Zerstört Mervyn King das Bankensystem?
3043 mal gelesen
Der Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, hat bei den Banken Entsetzen ausgelöst. Er verlangt von den Banken mehr Eigenmittel und bestreitet gar, dass ihnen dadurch Kosten entstehen (King, 2010). Die Bankenvertreter verstehen die Welt nicht mehr. Sie sprechen offen vom bevorstehenden Untergang des britischen Bankensystems (Nixon, 2010). Was ist bloss in den Gouverneur gefahren? [ mehr ]
Neue Maße zur Messung von Reichtum
3439 mal gelesen
Die Bundesregierung berichtet regelmässig über Armut und Reichtum in Deutschland. Beachtung findet vor allem die Armuts(risiko)quote, weniger die Reichtumsquote. Die Schwächen solch vereinfachender Indizes sind offenkundig. Mit zusätzlichen Reichtumsindizes erhält man ein genaueres Bild der Einkommensverteilung der Reichen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um etwa die Wirkungen von Änderungen bei der Einkommensbesteuerung abbilden zu können. [ mehr ]
Arbeitsmarkteffekte des internationalen Outsourcings
2948 mal gelesen
Die Kluft zwischen wissenschaftlicher und öffentlicher Debatte über die Rückwirkung des internationalen Outsourcings auf die heimische Beschäftigung ist groß. Geben Unternehmen Kostengründe an, dass sie aus „Niedriglohnländern“ Vorleistungen beziehen oder dort investieren, schrillen in Presse, Politik und Interessenverbänden die Alarmglocken. Weniger besorgt ist man hingegen bei Direktinvestitionen, mit denen die Märkte hoch entwickelter Volkswirtschaften erobert werden sollen. [ mehr ]
Deutsche Einheit: Warum, wie und wächst überhaupt das zusammen, was zusammengehört?
2556 mal gelesen
Auch nach 20 Jahren Wiedervereinigungsprozess bestehen in ökonomisch relevanten Dimensionen Ost-West-Unterschiede: Zwar hat sich die ostdeutsche Risikobereitschaft der niedrigeren Risikoaffinität der Westdeutschen angenähert, doch für das allgemeinste Mass sozialen Vertrauens wird vollständige Konvergenz voraussichtlich erst in etwa 10 Jahren erreicht. Für Ost-West-Unterschiede in der Wahrnehmung von Fairness und Kooperationsbereitschaft ist bisher keine Annäherung messbar. [ mehr ]
Photovoltaik in Deutschland – Eine Medium Low-Tech Industrie
3797 mal gelesen | 4 Kommentare
Die Photovoltaikindustrie gilt in Deutschland als Zukunftsindustrie und wird daher hoch subventioniert. Allerdings ist das Kalkül hinter der Förderung bisher nicht aufgegangen: Die Unternehmen konzentrieren sich vor allem auf die Produktion, investieren jedoch kaum in Forschung und Entwicklung. Trotz kräftig wachsendem Weltmarkt ist die langfristige Etablierung der deutschen Photovoltaikindustrie zweifelhaft. [ mehr ]
Einwanderungsland Schweiz: Eine ökonomische Bilanz
3581 mal gelesen | 1 Kommentar
Seit Juni nimmt die Einwanderung in die Schweiz wieder zu. Weil auch die Auswanderung stieg, blieb das zuerst wenig sichtbar. Gemäss den jüngsten Daten für September ist nun aber die Nettoeinwanderung aus der EU im Vergleich zum Vorjahr mit plus 34 Prozent richtiggehend explodiert. Wie geht das weiter? [ mehr ]
Die französische Rentenreform 2010
2308 mal gelesen
Nach wochenlangen Protesten, Streiks und Krawallen wurde die französische Rentenreform 2010 durch das französische Parlament bestätigt. Das ganze Szenario hat in der ausländischen Presse Unverständnis hervorgerufen. Die Schlagzeilen über die Erhöhung des „rechtlichen Rentenalters“ von 60 auf 62 Jahre erscheint den meisten Experten nur wie eine sehr kleiner Schritt zur Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen; viele andere europäische Länder haben das normale Rentenalter bereits auf 67 oder sogar 68 Jahre angehoben. Antoine Bozio erläutert, was die wahrscheinlichen Verteilungsauswirkungen und die Auswirkungen auf die finanzielle Nachhaltigkeit sind. [ mehr ]
Der Brüsseler EU-Gipfel und die Politische Ökonomie der Krisen im Euroraum
2225 mal gelesen
Die Vorschläge des EU-Gipfels vom 28./29. Oktober 2010 in Brüssel, den zur Unterstützung Griechenlands einmalig aufgespannten Euro-Schutzschirm als dauerhaften Krisenmechanismus einzurichten, könnte aus der anfänglichen Gemeinschaftswährung unter Haftungsausschluss eine Haftungsgemeinschaft werden lassen. Ja es könnte sogar zu einem weitreichenden Wendepunkt in der noch jungen Geschichte des Euro führen. [ mehr ]
Neue Erkenntnisse zum (Un-)Glück der Arbeitslosen
2515 mal gelesen
Arbeitslose sind unglücklicher als erwerbstätige Menschen. Das jedenfalls ist die Erkenntnis der Lebenszufriedenheitsforschung. Gewonnen wird diese Erkenntnis beispielsweise aus den Antworten auf die folgende Frage: „Alles zusammen genommen, wie zufrieden sind Sie gegenwärtig mit ihrem Leben?“ Arbeitslose geben auf diese Frage signifikant niedrigere subjektive Lebenszufriedenheiten an als Beschäftigte. Was aber macht Arbeitslose unglücklicher und Beschäftigte glücklicher? [ mehr ]
Hat die Gesundheitspauschale wirklich keine Auswirkungen auf die Beschäftigung?
2450 mal gelesen
Gebhard Kirchgässner reagiert in seiner Replik auf die Kritik von Johann Eekhoff und Christiane Wolfgramm, die ihm vorwerfen zu verkennen, "dass mit allgemeinen sozialen Transferzahlungen keine Preise subventioniert, sondern Individuen von der Gesellschaft unterstützt werden." Zu meinen, mit dieser Argumentation könne man die Arbeitsmarktauswirkungen von Gesundheitspauschalen mit Sozialausgleich wegreden, ist laut Kirchgässner freilich reine Illusion. [ mehr ]
Kommunale Einkommenssteuern und ihre Nebenwirkungen
2956 mal gelesen | 1 Kommentar
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schlägt vor, deutsche Städte und Kommunen sollten lokale Ausgaben neu teilweise durch eigene Einkommenssteuern finanzieren. Dieser Vorschlag ist in seiner Logik bestechend: Muss die lokale Bevölkerung ihre öffentlichen Ausgaben selber bezahlen, wird sie Kosten und Nutzen lokaler öffentlicher Projekte abwägen und entsprechend optimale Entscheide fällen. Die offensichtlichen Vorteile gehen jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen einher wie das Beispiel Schweiz zeigt. Kommunaler Steuerwettbewerb vergrössert die Einkommensunterschiede zwischen Kernstadt und Speckgürtel und verschärft die Finanzierungsprobleme der Kernstädte. [ mehr ]
Private Krankenzusatzversicherung – Lehren für Deutschland?
3397 mal gelesen | 1 Kommentar
Mit der holländischen Gesundheitsreform von 2006 wurde eine Basiskrankenversicherung mit eingeschränktem Leistungskatalog eingeführt. Freiwillige private Zusatzkrankenversicherungen sollen die restlichen Leistungen abdecken. Gesundheitsminister Rösler schlägt ein solches System auch für Deutschland vor. Erfahrungen aus Australien, Kanada und der Schweiz zeigen aber die Schwierigkeiten in der Praxis. [ mehr ]
Wege aus der Staatsverschuldung
3619 mal gelesen | 1 Kommentar
Eine einschneidende Fiskalkonsolidierung, die sich vor allem auf die Ausgabenseite stützt, ist für den Schuldenabbau besser geeignet als Steuererhöhungen und zaghafte Anpassungen. Ausserdem sollten Regierungen einen eventuellen Wirtschaftsaufschwung für die Haushaltskonsoliderung nutzen. Hier ergibt sich eine positive Rückkopplung mit der Art der fiskalischen Anpassung, denn Kürzungen der Staatsausgaben haben sich in der Vergangenheit als wachstumsfördernd erwiesen. [ mehr ]
Schulden runter – aber wie?
3290 mal gelesen | 2 Kommentare
Schlagworte:Wettbewerbs(un)fähigkeit innerhalb der Eurozone: Ein ungelöstes Problem
3855 mal gelesen | 3 Kommentare
Die aktuelle Krise und die griechische Tragödie zeigen die Bedeutung flexibler Arbeitsmärkte in einer Währungsunion. Nur wettbewerbsfähige Länder werden in der Lage sein, die vor und während der Krise angehäuften Schulden zu begleichen. Deshalb müssen Arbeitsmarktreformen für flexiblere Arbeitsmärkte in Europa auf die politische Agenda. Der Anpassungsprozess wird kurzfristig schmerzhaft sein, aber er ist notwendig für einen nachhaltigen Aufschwung und weniger Arbeitslosigkeit. [ mehr ]
Schwäbisches Sozialkapital
2805 mal gelesen | 2 Kommentare
In der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 zeigt sich nicht nur Unmut über das Projekt, es offenbaren sich auch Wertevorstellungen, die für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes eine grundlegende Rolle spielen. Dieser Artikel zeigt, warum eine aktive Zivilgesellschaft Wachstumspotenziale für eine Volkswirtschaft generieren kann. [ mehr ]
Warum selbst geringe Mindestlöhne schädlich sein können
4027 mal gelesen | 3 Kommentare
Mindestlöhne müssen bindend sein, um überhaupt zu wirken, darin sind sich Befürworter und Kritiker einig. Die Empirie zeigt nun aber, dass Mindestlohnerhöhungen lohnerhöhende Wirkungen auf höherbezahlte Arbeitsverhältnisse haben können, für die der Mindestlohn gar nicht bindend ist. Selbst von relativ niedrigen Mindestlöhnen können negative Beschäftigungseffekte ausgehen, die sich auch in über dem Mindestlohn bezahlte Lohngruppen ausweiten können. [ mehr ]
Der 47-Milliarden-Euro-Krieg: Die Kosten des deutschen Engagements in Afghanistan
2901 mal gelesen
Schlagworte:Ein Volltreffer
2868 mal gelesen
Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist ein echter Volltreffer. Peter Diamond, Dale Mortensen und Christopher Pissarides bekamen ihn „für ihre Analyse von Märkten mit Suchfriktionen“. Das klingt zwar technisch, dennoch sind die Beispiele dafür, die ich meinen Studenten jeweils vortrage, so spannend und zahlreich, dass es mir leicht fällt, die praktische Relevanz von deren Erforschung deutlich zu machen. Denn wir sind tagtäglich mit den Fragestellungen der Preisträger konfrontiert. [ mehr ]
Stand-alone-Ratings: Abhilfe bei Marktversagen
3128 mal gelesen
Rating-Agenturen stuften die PIGS-Staaten falsch ein, da sie eine Rettung durch die Eurozone einkalkulierten. Transparenter wäre eine Länderbewertung, die externe Hilfen völlig ausklammert. Solche „Stand-alone-Ratings“ haben folgende Vorteile: Sie sind präziser, sie ermöglichen eine reagible Preisgestaltung, sie liefern Qualitätskriterien zur Beurteilung der Regierungsarbeit. Und sie machen eine genauere Einschätzung des Wertes der expliziten oder impliziten Haftungszusagen für den betroffenen Staat möglich. [ mehr ]
99 Cent: Preissetzungsstrategien im Online-Handel
3135 mal gelesen
Konsumgüter kosten oft 99 Cent oder 999 Euro. Unsystematische Preisendungen (z.B. 3,73 Euro) sind viel seltener. Anhand einer Analyse von über 20’000 Produkten und 800’000 Angebotspreisen zeigt dieser Beitrag, dass „9er“-Preise tatsächlich weit verbreitet sind und die Entscheidungen der Konsumenten beeinflussen. Zudem lösen sie ein „Stillhalteabkommen“ der Konkurrenz aus: Die Online-Händler zögern, einen solchen „9er“-Preis zu unterbieten. [ mehr ]
Basel III: Unvollendet, aber nicht allein
3645 mal gelesen
Basel III wird aus unterschiedlichen Richtungen getadelt: Für die einen sind die Regeln zu streng, für die anderen zu großzügig, vor allem fehle eine systemische Komponente. Dieser Artikel zeigt, dass sich zu Basel III bald neue Institutionen in der EU gesellen werden, die der Krisenprävention dienen. Zudem wird an der Verbesserung und Ergänzung der Eigenkapitalregeln weiter gearbeitet. [ mehr ]
20 Jahre Deutsche Einheit: Schöpferischer Aufbau
2846 mal gelesen
Pünktlich zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit stehen deren Kosten wieder einmal im Zentrum der öffentlichen Debatte. Die fehlenden flächendeckenden „blähenden Landschaften“ werden gerne als Beleg des gescheiterten Aufbauprozesses genannt – wie auch Arbeitslosigkeit und Entvölkerung. Aber waren derartige Prophezeiungen überhaupt gerechtfertigt? Was war zu erwarten? Wie waren die Startbedingungen in die Marktwirtschaft? [ mehr ]
Finanzdienstleistungen für alle? Bankensektor-Reform ist kein Heilmittel
2360 mal gelesen
Ob Strukturpolitik im Bankensektor die Integration von benachteiligten Haushalten in den Finanzsektor von Entwicklungs- und Transitionsländern fördert, scheint zweifelhaft. Staatliche Banken oder eine grosszügige Einlagenversicherung führen nicht zu einer breiteren Benützung von Bankdienstleistungen bei einkommensschwachen Haushalten. Ausländische Banken, elektronische Zahlungssysteme aber auch ein stärkerer Schutz von Banken im Kreditgeschäft scheint auch eher den besser verdienenden Haushalten zugutezukommen. [ mehr ]
Gesundheitspauschalen – kein Vorteil für das deutsche Gesundheitssystem?
2861 mal gelesen
In seinen Artikeln „Soll Deutschland sein Gesundheitssystem verschweizern?“ und „Die Schweiz als Vorbild?“ bezweifelt Prof. Kirchgässner, dass sich das Schweizer Krankenversicherungssystem mit Pauschalen und Sozialausgleich fundamental vom deutschen System mit lohnabhängigen Beiträgen unterscheidet. Dieser Artikel zeigt, dass eine Gleichsetzung von Pauschalen und lohnabhängigen Beiträgen irreführend ist. [ mehr ]
„War for Talents“: Fluch oder Segen für Entwicklungsländer?
4701 mal gelesen | 1 Kommentar
Im Wettbewerb der Industrieländer um Talente wird die Ausbildung ausländischer Studierender auch aus Entwicklungsländern zunehmend als Strategie zur Gewinnung hoch qualifizierter Arbeitskräfte verstanden. Je weniger Studierende nach Studienabschluss in einem Industrieland jedoch in ihre Heimat zurückkehren, desto mehr sind die Entwicklungsländer von einem „Brain Drain“ betroffen. Allerdings steigen auch die Anreize der Gastländer, in Bildungsqualität zu investieren, so dass bei genügend hoher Rückkehrmigration gar ein Brain Gain für die Entwicklungsländer resultieren kann. [ mehr ]
Überschussliquidität, Zentralbankverluste und Inflationsanreize in Emerging Markets
3628 mal gelesen
Historisch niedrige Zinsen in den großen Volkswirtschaften und aufgehellte Wachstumsaussichten in den Emerging Markets haben eine neue Welle von Carry Trades in letztere losgetreten. Die damit verbundene Überschussliquidität zwingt die Zentralbanken dieser aufstrebenden Märkte zu umfangreichen Sterilisierungsoperationen, um Inflationsdruck und Vermögenspreisblasen entgegenzuwirken. Folgen davon: fragmentiere Finanzmärkte, infrage gestellte Zentralbankenunabhängigkeit und untergrabene Effizienz von Inflationszielen. [ mehr ]
10 CHF Entwicklungshilfe von jedem Schweizer
2731 mal gelesen
Die Kosten, die jedem Schweizer Staatsbürger für die Unterstützung von Entwicklungsländern pro Jahr entstehen, belaufen sich auf weniger als zehn Franken pro Jahr. Dieser Betrag reicht aus, um der Schweizer Regierung prestigeträchtige Positionen in internationalen Organisationen einzubringen: je einen Sitz in den Exekutivräten von Weltbank und Internationalem Währungsfonds. [ mehr ]
Wende in der Lohnpolitik?
3498 mal gelesen
So viel Unterstützung vor einer Lohnrunde haben die Gewerkschaften schon lange nicht mehr erhalten. Sogar Mainstream-Ökonomen und konservative Politiker, vor allem aus dem Ausland, leisten Zuspruch. Solche ungewöhnlichen Koalitionen deuten auf eine zugespitzte Problemlage hin, die sich mit einer Politik in gewohnten Gleisen offensichtlich nicht mehr auflösen lässt. Was ist passiert? [ mehr ]
Statistik zwischen Klamauk und Analphabetismus
8315 mal gelesen
Die meisten Debatten im Zusammenhang mit Thilo Sarrazins Buch über Zuwanderung und Integration in Deutschland sind von statistischem Analphabetismus geprägt. Wissensmängel aufseiten des Autors, vor allem aber auch bei Journalisten verhindern den angemessenen Umgang mit empirischen Befunden. [ mehr ]
Fremdwährungskredite in Osteuropa: kunden- oder bankgetrieben?
3007 mal gelesen | 1 Kommentar
Firmen und Haushalte in Osteuropa nehmen in grossem Stil Kredite in Fremd- statt in der Lokalwährung auf. Die Fremdwährungskredite werden, besonders seit Ausbruch der Finanzkrise, als Bedrohung für die Stabilität der Finanzsysteme in der Region angesehen. Dieser Beitrag zeigt anhand einer Analyse von 100’000 Krediten einer bulgarischen Bank, ob die Kreditvergabe angebots- oder nachfragegetrieben ist. [ mehr ]
Die Rolle staatlicher Löhne in der Eurozone
2982 mal gelesen
In den letzten Jahren haben sich beträchtliche makroökonomische Ungleichgewichte innerhalb der Währungsunion ergeben. Hier spielt die Lohn- und Beschäftigungspolitik im öffentlichen Sektor eine wichtige Rolle. Sie war in den letzten Jahrzehnten tendenziell pro-zyklisch und hatte oft einen markanten Einfluss auf Lohnbildung und Wettbewerbsfähigkeit im Privatsektor. Laut diesem Beitrag können derartige Tendenzen durch geeignete institutionelle Anpassungen begrenzt werden. [ mehr ]
Die Mauer muss weg
2643 mal gelesen
Im November 1989 fiel die Berliner Mauer. Aus zwei zuvor über Jahrzehnte getrennten Gebieten wurde quasi über Nacht (wieder) ein Wirtschaftsraum. Oder doch nicht? Die alte politische Grenze weist weiterhin einen erheblichen verzerrenden Effekt auf die Handelsströme auf. Es bedarf der Zeitspanne einer Generation, um diesen zu überwinden. [ mehr ]
Hohe Anpassungskosten an den Klimawandel
2764 mal gelesen
Die Diskussion um den Klimawandel dreht sich meist um die Vermeidung von Treibhausgasen. Da jedoch schon heute ein gewisser Klimawandel unvermeidlich ist, wird es in Zukunft auch notwendig sein mit dem Klimawandel zu leben – d.h. sich an neue klimatische Bedingungen anzupassen. Doch wie hoch sind die Kosten dieser Anpassung in Europa? Und welchen Teil davon trägt der Staat? [ mehr ]
Die volkswirtschaftlichen Kosten der Öl-Havarie im Golf von Mexiko
8463 mal gelesen
Der „Oil spill“ im Golf von Mexiko hielt Politik und Öffentlichkeit in den letzen Monaten in Atem. Die Autoren dieses Beitrags schätzen die gesamten sozialen Kosten der Havarie auf ca. 25 Mrd. Euro. Wo fallen diese aber überhaupt an? Wie lassen sie sich abschätzen? Und warum liegen sie deutlich unter dem Kursverlust von BP in der Höhe von 54 Mrd. Euro? [ mehr ]
Lohnungleichheit und Exporte: Gewinner und Verlierer?
2973 mal gelesen
Handelt es sich bei internationalem Handel um einen Grund für das steigende Lohngefälle in Industriestaaten? Diese Kolumne zeigt, dass die Exporttätigkeit von deutschen Betrieben Lohnunterschiede bei Beschäftigten mit unterschiedlichen Fähigkeiten erhöht, jedoch gleichzeitig Unterschiede zwischen Frauen und Männern sowie deutschen und ausländischen Bürgern in der Produktion verringert. [ mehr ]
Warum Ausgabenregeln sinnvoll sind
2693 mal gelesen
Die erhebliche Haushaltsschieflage vieler EU-Mitgliedsstaaten bedarf dringend der Korrektur. Auf europäischer Ebene wird den erforderlichen Konsolidierungsanstrengungen durch den Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) ein gemeinsamer Rahmen gesetzt. Dieser Rahmen sollte durch bindende nationale Zielvorgaben ergänzt werden, und insbesondere durch ausgabenorientierte Budgetregeln. [ mehr ]
Modellunsicherheit und Finanzmärkte
4280 mal gelesen | 4 Kommentare
In dem jüngst veröffentlichen Artikel „Unsicherheit: Ein blinder Fleck der Ökonomie“ wird kritisiert, dass die Wirtschaftstheorie annimmt, dass man es auf den Aktienmärkten mit objektiven Wahrscheinlichkeiten wie beim Roulette zu tun hat, während in der Wirklichkeit eher „Unsicherheit“ vorliegt. Das ist richtig. Allerdings stimmt der Vorwurf, dass die Wirtschaftstheorie darauf keine Antwort hat, nicht. Dieser Artikel zeigt die Lösungen der Ökonomie auf das Problem der (Modell-)Unsicherheit. [ mehr ]
Windenergie und effiziente Stromübertragungsnetze
3684 mal gelesen | 2 Kommentare
Die Windenergie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dadurch ergeben sich neue Anforderungen an die Stromübertragung, da die Verbrauchs- und Erzeugungspunkte stark auseinanderfallen. Die bestehenden Gesetze schränken aber eine effiziente Allokation ein. Der Beitrag zeigt, wie eine effiziente Allokation dennoch möglich wäre. [ mehr ]
Wahlversprechen und Verträge: Wiederwahlschwellen
3279 mal gelesen
In einer Demokratie sind Wahlen ohne Wahlversprechen nicht denkbar. Das Brechen solcher Wahlversprechen rächt sich jedoch selten – ein Umstand, dem abgeholfen werden könnte. Dementsprechend schlagen wir vor, dass Politiker die Möglichkeit haben sollten, politische Verträge einzugehen, in denen überprüfbare Wahlversprechen schriftlich niedergelegt und beglaubigt werden. Bricht ein Amtsinhaber einen solchen Vertrag, darf er sich nicht zur Wiederwahl stellen. [ mehr ]
Einfluss der Stabilität des Bankensektors auf die Realwirtschaft
3183 mal gelesen
Das Bankenkrisen zu einem Wirtschaftseinbruch führen oder einem solchen vorausgehen, hat uns nicht zuletzt die jüngste Krise gezeigt. Ist der Bankensektor aber der Hauptauslöser des Konjunkturrückgangs? Dies ist bisher wenig klar. Dieser Beitrag bringt Licht ins Dunkle und schlüsselt die Verbindung zwischen Bankensektor und Realwirtschaft auf. [ mehr ]
Determinanten grenzüberschreitender Bankkredite an die Schwellenländer
2372 mal gelesen
Die Emerging Markets haben in den letzten 20 Jahren immer mehr internationale Bankkredite von Industrieländern erhalten. Die Zunahme war aber nicht kontinuierlich, sondern unterlag starken Schwankungen. Dieser Beitrag untersucht, wie Finanzkrisen übertragen werden und warum Emerging Markets in unterschiedlichem Maß von „finanziellem Stress“ betroffen sind. [ mehr ]
Warum die Aufregung?
2702 mal gelesen
Es herrscht eine grosse Aufregung. Die Kadenz der Nachrichten steigt in den Medien. Einige singen, mit einiger Genugtuung, das bekannte Lied: Man hat es ja schon immer gewusst, der bilaterale Weg ist am Ende, der EU-Beitritt ist überfällig. Was ist eigentlich passiert? Und was gibt es dazu zu sagen? [ mehr ]
Politikberatung und Verhaltensökonomie: Fallstudie zu einem schwierigen Verhältnis
5010 mal gelesen | 1 Kommentar
Bisher ignoriert die Politikberatung die Verhaltensökonomie weitgehend – trotz des Booms in Wissenschaftskreisen. Findet sie trotzdem einmal Beachtung, dann nur, um nachzuweisen, dass man aus Experimenten angeblich nichts über die Realität lernt. Der Autor plädiert dafür, das ganze ökonomische Instrumentarium bei der Politikberatung einzusetzen und die Frage nach der Nützlichkeit nicht nur an Experimente zu richten, sondern auch an die normativen Modelle, die die Politikberatung bisher beherrschen. [ mehr ]
Banken-Stresstests: Viel Lärm um nichts?
2578 mal gelesen
Grosse Befürchtungen vor dem „Tag der Wahrheit“ kennzeichneten weite Teile der deutschen (und europäischen) Bankenszene vor dem 23. Juli, jenem Tag, an dem der Stresstest für die 91 grössten Banken der EU veröffentlicht wurde. Lagen die Resultate dann vor, war plötzlich nur noch von „Stabilität, Krisenresistenz, Widerstandsfähigkeit“ die Rede. Schaumschlägerei? Im Gegenteil, die mit den Stresstests erreichte Publizität sollte weiter ausgeweitet werden, schreibt der Autor. [ mehr ]
Finanzierungsbedingungen und Internationalisierung von Unternehmen
3248 mal gelesen
Die Finanzkrise ist nicht nur eine Krise der Finanzmärkte geblieben, sie hat sich auch auf den internationalen Handel niedergeschlagen. Wie kam es dazu? Bisher ist dem Zusammenhang zwischen Außenhandel und Finanzmärkten in der Forschung wenig Beachtung geschenkt worden. Dieser Artikel untersucht, wie außenwirtschaftliche Aktivitäten von Unternehmen durch den Zugang zu Fremdfinanzierung bestimmt werden. [ mehr ]
Unsicherheit: Ein blinder Fleck der Ökonomie
5157 mal gelesen | 2 Kommentare
Die Finanzakrobaten dieser Welt mit Kasinospielern zu vergleichen, ist nicht nur falsch, sondern geradezu anrüchig – aus Sicht der Kasinos. Im Gegensatz zu Spielern an einem Roulettetisch unterliegen sie nicht objektivierbaren statistischen Gesetzen, sondern (radikalen) Unsicherheiten. Diesen wurde bis jetzt in der ökonomischen Zunft zu wenig Achtung geschenkt, wie der Autor schreibt. [ mehr ]
Fairer internationaler Steuerwettbewerb ist eine Fiktion
4046 mal gelesen | 2 Kommentare
Auf der internationalen Ebene fehlt ein Rahmen für fairen fiskalischen Wettbewerb. Entsprechend funktioniert der Steuerwettbewerb nicht, er entfaltet eine Reihe schädlicher Nebenwirkungen, schreibt der Autor in seinem Beitrag – im Gegensatz zu Gebhard Kirchgässner, der sich kürzlich auf Ökonomenstimme positiv zum Steuerwettbewerb geäussert hat. [ mehr ]
Die Schweiz unter Druck: Für und Wider eines internationalen Steuerwettbewerbs
3373 mal gelesen | 1 Kommentar
Schlagworte:Die Zinspolitik der EZB und die „Null-Prozent-Untergrenze“
4956 mal gelesen
Während der Finanzkrise hat die Geldpolitik Neuland betreten. Dieser Beitrag untersucht, wie sich die Zinspolitik der EZB während der Krise verändert hat. Die Autoren zeigen, dass die Angst vor einer globalen Rezession die Zentralbanken zu aggressiveren Zinsschritten veranlasst hat, um die Notwendigkeit negativer Zinssätze zu verhindern. [ mehr ]
Sparpaket: Weder gut für Deutschland noch für seine Nachbarn
3098 mal gelesen
Die deutsche Bundesregierung hat ein „Sparpaket“ verabschiedet, das die Bundeskanzlerin so begründet: Deutschland habe über seine Verhältnisse gelebt, und es müsse durch Wachstum aus der Krise herauskommen. Das Sparpaket wird dies jedoch nicht leisten, argumentiert dieser Beitrag, denn es wirkt kontraktiv. Stattdessen sollte die Binnennachfrage vor allem dadurch gestärkt werden, dass die sozial Schwachen mit hoher Konsumquote besser entlohnt werden. [ mehr ]
Ist der Wohlfahrtsstaat nachhaltig?
2648 mal gelesen
Die Nachhaltigkeit des Wohlfahrtsstaates ist ein heiss diskutiertes Thema unter Politikern und Interessengruppen. Eine Mehrheit der Bürger kann trotz ökonomischer Nebenwirkungen eine Zahlungsbereitschaft für mehr oder weniger Umverteilung aufweisen. Dieser Artikel zeigt, dass die Nachhaltigkeit eines Wohlfahrtsstaates stark von den Präferenzen der Bürger für oder gegen Umverteilung abhängt. [ mehr ]
Automatische Stabilisatoren: Ein Vergleich Europa-USA
4119 mal gelesen
Automatische Stabilisatoren sind wichtige Konjunkturstützen in Wirtschaftskrisen. Ihre Wirkung hängt aber wesentlich von der Art des eingetretenen Schocks ab. Dieser Beitrag zeigt, dass sowohl zwischen den USA und Europa wie auch innerhalb der EU grosse Unterschiede bestehen, wie stark automatische Stabilisatoren von Einkommens- oder Beschäftigungsschocks betroffene private Haushalte entlasten. [ mehr ]
Die Ironie der Krise
2897 mal gelesen
Trotz gewaltiger Rettungspakete gingen die Zinsspreads in Europa in den letzten Wochen wieder deutlich auseinander. Die Märkte haben ihr Gleichgewicht noch nicht gefunden, und die Regierungen der südwestlichen Peripherie Europas beobachten das Geschehen mit wachsender Unruhe. Was ist nur los in Europa? [ mehr ]
Klimapolitik und langfristige Wirtschaftsentwicklung
3470 mal gelesen
Der weltweite Klimawandel und die Folgen auf Öko- und Wirtschaftssysteme sind wichtige Themen der internationalen Politik. Aber welche Auswirkungen haben Energie- und Klimapolitik auf das langfristige Wachstum einer Volkswirtschaft? Dieser Artikel zeigt mittels eines neuen Modells die Auswirkungen von Energie- und Klimapolitik auf das langfristige Wachstum. [ mehr ]
Die „ideale Mehrwertsteuer“
3422 mal gelesen
Seit geraumer Zeit geht in der Schweiz der Geist der „idealen Mehrwertsteuer“ um. Ein Verfechter dieser idealen Steuer ist der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz. Am 22. Juni forderte er den Bundesrat erneut auf, an einer radikalen Reform der Mehrwertsteuer festzuhalten, einen Einheitssatz einzuführen und die meisten Ausnahmen abzuschaffen. Wie dieser Beitrag zeigt, wäre eine Reform der heutigen Steuer volkswirtschaftlich attraktiv. [ mehr ]
Euro-Krise: Alternativen zum 750-Milliarden-Rettungsschirm
4105 mal gelesen | 4 Kommentare
Bundeskanzlerin Merkel koppelte in ihrer Regierungserklärung am 19.5.2010 die Zukunft der EU an den Fortbestand des Euro und bezeichnete den 750 Milliarden Euro umfassenden Rettungsschirm als praktisch alternativlos. Tatsächlich hätte es verschiedene Reaktionsmöglichkeiten auf die Krise gegeben. [ mehr ]
Wie Osteuropa Deutschland half seine Wettbewerbsfähigkeit auszubauen
2926 mal gelesen
Die Diskussion über das derzeitige Handelsbilanzungleichgewicht in der Eurozone fokussiert stark auf den wettbewerbsmässigen „Underperformern“ in Südeuropa und dem „Über-Performer“ Deutschland. Dieser Beitrag spricht einen bisher vernachlässigten Mechanismus an, mit dem Deutschland seine relativen Arbeitsstückkosten gesenkt hat: deutsche und österreichische Firmen haben nach dem Fall der Mauer Teile ihrer Produktion nach Osten verlagert. [ mehr ]
10 Richtlinien zur Budgetkonsolidierung
2743 mal gelesen
Eine Konsolidierung der Staatshaushalte ist notwendig, da Zinszahlungen einen immer größeren Teil der Staatseinnahmen aufbrauchen und oft höher sind als die Bildungsausgaben. Dieser Artikel zeigt 10 Richtlinien für eine erfolgreiche Budgetkonsolidierung zur Wiederherstellung der wirtschaftspolitischen Handlungsfähigkeit. [ mehr ]
Lohnt sich Bestechung für Firmen?
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Nicht erst seit dem Schmiergeldskandal bei Siemens steht Bestechung als Unternehmenspraxis im Rampenlicht der öffentlichen Diskussion. In einem auf Ökonomenstimme veröffentlichten Artikel diskutiert Friedrich Schneider Gründe und Auswirkungen der Korruption auf der Länderebene. Die Mechanismen auf der Mikroebene, die zur Korruption führen, und deren Effekte sind jedoch weit weniger untersucht. Was treibt nun eine Firma wie Siemens dazu, sich auf Bestechung einzulassen – und, vielleicht noch wichtiger, was sind die Auswirkungen auf diese Firma? [ mehr ]
Erneute Konjunkturabschwächung durch europäische Budgetkonsolidierung?
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Seit Langem haben viele Staaten Warnungen in den Wind geschlagen, dass die mangelnde Rückführung von Staatsschulden bzw. deren langfristiges Anwachsen in Krisenfällen zu ernsthaften Problemen führen könnte. Wir stehen nach dem schlimmsten Teil der Krise vor einer Situation, die möglicherweise viele Länder überfordern könnte. Die Rückführung der Staatsschulden auf 60% des BIP oder weniger ist vor allem in Europa ein Gebot der Stunde, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass es ein viel wirkungsvolleres Instrument als den Europäischen Stabilitätspakt gibt – den Kapitalmarkt. [ mehr ]
Euro-Mythen
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Die Tatsache, dass die jüngste Euro-Krise durch die drohende Insolvenz Griechenlands ausgelöst wurde, hat Europas Politiker dazu angeregt, ihre Rhetorik mit vielfältigen Bildern aus der griechischen Mythologie anzureichern. Die griechische Mythologie belebt aber nicht nur die Rhetorik. Mit Mythen befrachtet sind auch die Euro-Krise selbst und die zu ihrer Bekämpfung ergriffenen Maßnahmen. [ mehr ]
Vom Sündenfall zur Neugründung der EU
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Erst vor Kurzem waren die EU-Granden erleichtert, endlich den Lissabon-Vertrag in Kraft setzen zu können. Und schon ist er obsolet, weggespült von der globalen Krise. Diese verhalf dem alten Keynes in Form von massiven Konjunktur- und Bankenrettungspaketen zu neuer Popularität. Da dabei in der EU fast alle Grundprinzipien der EU-Verträge über Bord geworfen wurden, bleibt nur eine Lösung: Gründet die EU neu. [ mehr ]
Knacks im Geschäftsmodell und nachweisbare Wirkung
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Griechenland erhält nun viel Geld – doch lange nicht so viel, wie die Kapitalmärkte bislang bereitgestellt haben. Das Land muss eisern sparen, und so geht es auch den anderen Sündern. Reihenweise sind die Geschäftsmodelle der Schuldnerstaaten kollabiert. Auch Deutschlands Geschäftsmodell hat einen Knacks bekommen. [ mehr ]
Vom Winde verweht
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Der Kampf um die Abschaffung der Sklaverei in USA wurde brutal und schonungslos geführt. Der die Sklaverei ablehnende Norden besiegte den Süden nicht zuletzt dank seiner technologischen Überlegenheit. Und diese war wiederum eine Folge der Ablehnung der Sklaverei: Relativ teure Arbeitskräfte wurden durch technische Innovationen ersetzt. Der agrar-feudale Süden verharrte hingegen im Kurzfristdenken. [ mehr ]
Korruption 2010: Zunahme in Deutschland und Österreich
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Studien zeigen: Korruption ist stark durch das institutionelle und internationale Umfeld (z.B. die Finanz- und Weltwirtschaftskrise) beeinflusst. Sie zeigen auch, dass Demokratien durchschnittlich weniger korrupt sind als Diktaturen, Regierungen mit längerer Amtszeit tendenziell korrupter werden und die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze die Korruption beschränkt. Wie „korrupt“ sind nun Deutschland und Österreich im Jahr 2010? [ mehr ]
Deutsche Lohnzurückhaltung hilft den Nachbarn
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Die relativ moderaten Lohnerhöhungen und die Arbeitsmarktreformen in Deutschland sind von einigen Beobachtern – insbesondere Frankreich – mitverantwortlich gemacht worden für die Euro-Krise. Deutschland, so der Vorwurf, würde damit Arbeitslosigkeit „exportieren“. Ältere Handelstheorien hätten diesen Vorwurf bestätigt. Dieser Artikel zeigt, dass neue Erkenntnisse zu ganz anderen Ergebnissen kommen. [ mehr ]
Zehn Regeln zur Rettung des Euro
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Schlagworte:Auf Gedeih und Verderb
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Europa steht am deutschen Pranger. Der Ton wird schriller. Was mit der "Euro-Lüge" begann, hat sich zu einem allgemeinen "Euro-Bashing" ausgebreitet. Erstmals in der Nachkriegszeit erhält in Deutschland eine antieuropäische Richtung starken politischen Zulauf. Das ist verständlich. Die Deutschen fühlen sich belogen. Und sie haben recht. Nicht nur die Griechen haben getrickst. Auch von den Vätern des Euro ist man sträflich im Stich gelassen worden. [ mehr ]
Kofinanzierung im Rahmen der EU-Regionalpolitik
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Die Kofinanzierungssätze bei der EU-Regionalförderung variieren zum Teil beträchtlich zwischen einzelnen Regionen. Während in manchen wirtschaftlich schwachen Regionen die Kofinanzierungsanteile 85% betragen, werden anderswo teilweise weniger als 20% der Kosten von der EU übernommen. Der vorliegende Beitrag untersucht, wie diese unterschiedlichen Kofinanzierungssätze entstehen und ob dies mit den Schlüsselzielen der EU-Regionalförderung in Einklang steht. [ mehr ]
Warum reguliert man eine Bank? Eine ökonomische Analyse
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Schlagworte:Alternativen zur UNESCO-Liste des Welterbes
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Die UNESCO-Liste des Welterbes erfreut sich ausserordentlicher Popularität. Viele der Welterbestätten sind bedeutende Touristenattraktionen und Ikonen der nationalen Identität. Neben den unbestrittenen positiven Auswirkungen der Liste gibt es allerdings auch eine Reihe negativer Aspekte, die gewöhnlich übersehen werden. Dieser Beitrag zeigt die Nachteile und weist gleichzeitig auf mögliche Alternativen hin. [ mehr ]
Preussen während der Industriellen Revolution – rascher Aufholprozess dank Bildung
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Spielte Bildung zur Zeit der Industriellen Revolution – wie in englischen Studien berichtet – noch keine Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung? Dieser Beitrag argumentiert am Beispiel Preussens, dass Schulbildung sowohl in der ersten als auch in der zweiten Phase der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts die Übernahme technischer Neuerungen entscheidend beeinflusste. [ mehr ]
Strafsteuern gegen China schaden vielen, helfen niemandem
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Paul Krugman schlägt eine Strafsteuer von bis zu 25 % auf chinesische Importe als Antwort auf vermutete Wechselkursmanipulation, d.h. eine geschätzte Unterbewertung von bis zu 40% vor. Ohne die Abwertung könne die Weltwirtschaft um 1,5 Prozentpunkte rascher wachsen, weil dann die amerikanischen und europäischen Volkswirtschaften schneller expandieren könnten. Dieser Artikel stellt dar, warum dieser Vorschlag nicht funktioniert bzw. er sogar ins Gegenteil umschlagen könnte. [ mehr ]
Politik und Kultur: Unterschiedliche Einstellungen bezüglich der Rolle der Frau in Ost und West
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Kulturelle Einstellungen zur gesellschaftlichen Rolle der Frau beeinflussen ökonomische Entscheidungen. Aber wie entstehen solche Einstellungen und wie verändern sie sich über die Zeit? Es gibt kaum Erkenntnisse darüber, inwieweit die Politik das gesellschaftliche Bild der Frau beeinflusst. In Deutschland unterscheidet sich das gesellschaftliche Frauenbild in Ost und West massiv – 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sogar noch mehr als je zuvor. Woher kommt das? [ mehr ]
Cui Boni?
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Als Antwort auf die trotz Krise hohen Boni der Banker führte Grossbritannien eine Bonus-Steuer ein. Frankreich will in diesem Jahr nachziehen. Wie verändert sich die Vergütung mit einer Bonus-Steuer? Und was sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen? Der vorliegende Text zeigt, dass in einem Land mit Bonus-Steuer der Anreiz zu einer leistungsbezogenen Vergütung steigt. Allerdings sinken die Gewinne eines Unternehmens und dadurch können die Aktionäre von einer solchen Steuer negativ betroffen sein. [ mehr ]
Estland, Maastricht und der Euro
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Am 1. Januar 2011 tritt Estland als 17. Mitglied der Eurozone bei. Das baltische Land erfüllt laut EU-Kommission und EZB – trotz Bedenken – alle Beitrittskriterien. Dass dabei etwas Glück im Spiel war, lässt sich kaum bestreiten. Dass die Maastricht-Kriterien überdacht werden müssen, ebenso wenig. [ mehr ]
Soll Deutschland sein Gesundheitswesen „verschweizern“?
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Deutschland diskutiert heftig über die zukünftige Ausgestaltung des Gesundheitswesens. Dabei wird häufig auf das Schweizer System, insbesondere die Einheitsprämie, als Vorbild verwiesen. Dahinter steht die Hoffnung, der Übergang zu einer Einheitsprämie hätte positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch: Die ökonomischen Konsequenzen bezüglich der Beschäftigung sind ähnlich – trotz unterschiedlicher Finanzierung. [ mehr ]
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